{"id":61955,"date":"2026-07-01T10:53:38","date_gmt":"2026-07-01T08:53:38","guid":{"rendered":"https:\/\/hanf.com\/info\/?p=61955"},"modified":"2026-07-23T11:42:47","modified_gmt":"2026-07-23T09:42:47","slug":"cannabisblueten-krankenkasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hanf.com\/info\/cannabisblueten-krankenkasse\/","title":{"rendered":"Bundestag streicht Cannabisbl\u00fcten aus der GKV-Erstattung"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><br><strong>Was der Beschluss f\u00fcr Cannabispatienten, Extrakte und Fertigarzneimittel bedeutet<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"jet-listing-grid--4887\" style=\"\"><style>.info-card {\n\tpadding: 5rem 3rem;\n\tborder-radius: 30px;\n\toverflow: hidden;\n\tdisplay: flex;\n\tflex-direction: row;\n\tgap: 3rem;\n\tmargin-block: 6rem;\n\twidth: min(100%, 100rem);\n}\n\n.info-card__icon {\n\tflex: 0 0 70px;\n}\n\n.info-card__icon img {\n\twidth: 70px;\n\theight: 70px;\n}\n\n.info-card__text {\n\tdisplay: flex;\n\tflex-direction: column;\n\tgap: 1rem;\n}\n\n.info-card__text__cta {\n\tmargin-top: 2rem;\n}\n\n:where(.brxe-post-content) a:not(.bricks-button).info-card__text__cta__link {\n\tborder-radius: 90px;\n\tpadding: 7px 15px;\n\tbackground: var(--secondary);\n\tcolor: var(--light);\n\tfont-weight: 500;\n\ttext-align: center;\n}\n\n.info-card__text__cta[show-button=\"nein\"] {\n\tdisplay: none;\n}<\/style><div class=\"info-card section-bg section-bg--brown section-shape\">\n\t<div class=\"info-card__icon\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/hanf-circle-info.svg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Info-Icon\" \/>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"info-card__text\">\n\t\t<div class=\"info-card__text__title h3-text\">\n\t\t\tDieser Artikel wird laufend aktualisiert\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"info-card__text__description\">\n\t\t\t<p>Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Wir aktualisieren diesen Beitrag regelm\u00e4\u00dfig, sobald neue Informationen aus dem Bundestag, dem Bundesrat oder dem Bundesgesundheitsministerium vorliegen.<\/p>\n  <p><strong>Letzte Aktualisierung:<\/strong> 23. Juli 2026<\/p>\n<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"info-card__text__cta\" show-button=\"nein\">\n\t\t\t<a href=\"\" class=\"info-card__text__cta__link\">\n\t\t\t\tJetzt kontaktieren\n\t\t\t<\/a>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bundestag hat am 10. Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Darin enthalten ist eine weitreichende Neuregelung f\u00fcr die Versorgung mit medizinischem Cannabis: Getrocknete Cannabisbl\u00fcten sollen k\u00fcnftig nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GKV, erstattet werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch die endg\u00fcltige Fassung geht noch weiter. Auch die Versorgung mit standardisierten Cannabisextrakten sowie Arzneimitteln mit Dronabinol oder Nabilon soll grunds\u00e4tzlich erst m\u00f6glich sein, nachdem zuvor ein sechsmonatiger Therapieversuch mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bundesrat hat den Vermittlungsausschuss nicht angerufen. Damit ist das parlamentarische Verfahren abgeschlossen. Zum Zeitpunkt dieser Aktualisierung ist das Gesetz allerdings noch nicht im Bundesgesetzblatt verk\u00fcndet worden. Die neuen Regeln gelten daher noch nicht. Nach der beschlossenen Inkrafttretensregelung sollen die \u00c4nderungen bei medizinischem Cannabis am Tag nach der Verk\u00fcndung wirksam werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr gesetzlich versicherte Cannabispatientinnen und Cannabispatienten bedeutet der Beschluss eine grundlegende Ver\u00e4nderung. Die \u00e4rztliche Verordnung von Cannabisbl\u00fcten wird zwar nicht generell verboten. Die Kosten sollen k\u00fcnftig jedoch nicht mehr von der GKV \u00fcbernommen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br><strong>Wichtiger Hinweis:<\/strong> Dieser Beitrag informiert \u00fcber den Stand des Gesetzgebungsverfahrens am 23. Juli 2026. Er ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung. Patientinnen und Patienten sollten ihre Behandlung nicht eigenst\u00e4ndig \u00e4ndern, sondern fr\u00fchzeitig mit ihrer behandelnden \u00c4rztin oder ihrem behandelnden Arzt sprechen.<\/p>\n\n\n<div class=\"jet-listing-grid--4887\" style=\"\"><div class=\"info-card section-bg section-bg--brown section-shape\">\n\t<div class=\"info-card__icon\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/hanf-circle-info.svg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Info-Icon\" \/>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"info-card__text\">\n\t\t<div class=\"info-card__text__title h3-text\">\n\t\t\tDas Wichtigste in K\u00fcrze\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"info-card__text__description\">\n\t\t\t<ul>\n  <li>Der Bundestag hat das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz am 10. Juli 2026 beschlossen.<\/li>\n  <li>Der Bundesrat hat den Vermittlungsausschuss nicht angerufen.<\/li>\n  <li>Cannabisbl\u00fcten werden aus dem gesetzlichen GKV-Leistungsanspruch f\u00fcr medizinisches Cannabis gestrichen.<\/li>\n  <li>Cannabisextrakte sowie Arzneimittel mit Dronabinol oder Nabilon bleiben grunds\u00e4tzlich im Leistungskatalog.<\/li>\n  <li>Vor ihrer Verordnung soll jedoch zun\u00e4chst ein sechsmonatiger Therapieversuch mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel stattfinden.<\/li>\n  <li>Die Voraussetzungen f\u00fcr die Cannabistherapie bei einer schwerwiegenden Erkrankung bleiben weiterhin hoch.<\/li>\n  <li>Cannabisbl\u00fcten k\u00f6nnen grunds\u00e4tzlich weiterhin \u00e4rztlich verordnet und auf Privatrezept bezogen werden. Die Kosten m\u00fcssen dann in der Regel selbst getragen werden.<\/li>\n  <li>Die Neuregelung betrifft unmittelbar die gesetzliche Krankenversicherung. F\u00fcr private Krankenversicherungen gelten die jeweiligen Versicherungsbedingungen.<\/li>\n  <li>Zum Stand vom 23. Juli 2026 ist das Gesetz noch nicht verk\u00fcndet und damit noch nicht in Kraft.<\/li>\n<\/ul>\n\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"info-card__text__cta\" show-button=\"nein\">\n\t\t\t<a href=\"\" class=\"info-card__text__cta__link\">\n\t\t\t\tJetzt kontaktieren\n\t\t\t<\/a>\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was hat der Bundestag beschlossen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regeln zur Erstattung von medizinischem Cannabis befinden sich in \u00a7 31 Absatz 6 des F\u00fcnften Buches Sozialgesetzbuch. Bislang umfasst der Anspruch gesetzlich Versicherter unter bestimmten Voraussetzungen unter anderem Cannabis in Form getrockneter Bl\u00fcten oder Extrakte sowie Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabilon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der vom Bundestag beschlossenen Neufassung werden Cannabisbl\u00fcten nicht mehr genannt. Der gesetzliche Anspruch soll sich k\u00fcnftig auf folgende Pr\u00e4parate beschr\u00e4nken:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Cannabis in Form von Extrakten in standardisierter Qualit\u00e4t,<\/li>\n\n\n\n<li>Arzneimittel mit Dronabinol,<\/li>\n\n\n\n<li>Arzneimittel mit Nabilon.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit werden getrocknete Cannabisbl\u00fcten nicht lediglich nachrangig behandelt. Sie fallen vollst\u00e4ndig aus dem in \u00a7 31 Absatz 6 SGB V geregelten Leistungsanspruch heraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr die verbliebenen Cannabisarzneimittel wird zugleich ein Vorrang zugelassener Fertigarzneimittel eingef\u00fchrt. Nach dem neuen Gesetzestext soll die vertrags\u00e4rztliche Versorgung zun\u00e4chst mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel im Rahmen eines sechsmonatigen Therapieversuchs erfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erst danach k\u00e4me grunds\u00e4tzlich eine Versorgung mit standardisierten Cannabisextrakten, Dronabinol- oder Nabilon-Arzneimitteln nach \u00a7 31 Absatz 6 SGB V in Betracht.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was ist neu gegen\u00fcber dem urspr\u00fcnglichen Gesetzentwurf?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der urspr\u00fcngliche Entwurf konzentrierte sich vor allem auf den Ausschluss von Cannabisbl\u00fcten aus der GKV-Erstattung. Cannabisextrakte und andere Cannabisrezepturen sollten grunds\u00e4tzlich erstattungsf\u00e4hig bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im parlamentarischen Verfahren wurde die Regelung versch\u00e4rft. Die beschlossene Fassung enth\u00e4lt nun zus\u00e4tzlich den sechsmonatigen Vorrang zugelassener cannabishaltiger Fertigarzneimittel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ergeben sich zwei wesentliche \u00c4nderungen:<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Cannabisbl\u00fcten fallen vollst\u00e4ndig aus der GKV-Erstattung<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im neuen Wortlaut des \u00a7 31 Absatz 6 SGB V sind getrocknete Cannabisbl\u00fcten nicht mehr enthalten. Eine Ausnahme f\u00fcr einzelne Krankheitsbilder, besondere Facharztgruppen oder medizinisch begr\u00fcndete Einzelf\u00e4lle ist im beschlossenen Gesetzestext nicht vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>2. Extrakte und Rezepturen werden nachrangig<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Standardisierte Cannabisextrakte sowie Arzneimittel mit Dronabinol oder Nabilon bleiben zwar grunds\u00e4tzlich Teil des Leistungsanspruchs. Die Behandlung soll aber zun\u00e4chst mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel versucht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist eine grundlegende Umkehr der bisherigen Versorgungspraxis. Bislang konnten \u00c4rztinnen und \u00c4rzte bei erf\u00fcllten Voraussetzungen und gegebenenfalls nach Genehmigung der Krankenkasse direkt ein im Einzelfall geeignetes Cannabisarzneimittel ausw\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet der sechsmonatige Therapieversuch?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beschlossene Regelung verlangt, dass die vertrags\u00e4rztliche Versorgung zun\u00e4chst mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel erfolgt. Dieser Therapieversuch soll sechs Monate dauern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesetzestext l\u00e4sst jedoch noch wichtige praktische Fragen offen. Dazu geh\u00f6ren beispielsweise:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Welches Fertigarzneimittel muss f\u00fcr das jeweilige Krankheitsbild ausprobiert werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Muss das Pr\u00e4parat ausdr\u00fccklich f\u00fcr die konkrete Erkrankung zugelassen sein?<\/li>\n\n\n\n<li>Was gilt, wenn kein passendes cannabishaltiges Fertigarzneimittel verf\u00fcgbar ist?<\/li>\n\n\n\n<li>Wann darf ein Therapieversuch vor Ablauf von sechs Monaten als erfolglos beendet werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Welche Nebenwirkungen oder Gegenanzeigen rechtfertigen einen Abbruch?<\/li>\n\n\n\n<li>Wie muss der Therapieverlauf dokumentiert werden?<\/li>\n\n\n\n<li>Was gilt f\u00fcr Patientinnen und Patienten, die bereits vor Inkrafttreten erfolgreich mit Extrakten oder Dronabinol behandelt werden?<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesetzgeber beauftragt den Gemeinsamen Bundesausschuss, n\u00e4here Regelungen zur Leistungsgew\u00e4hrung zu treffen. Daher wird die praktische Umsetzung nicht allein vom Gesetzeswortlaut, sondern auch von den dazugeh\u00f6rigen Richtlinien und der Anwendung durch \u00c4rzte und Krankenkassen abh\u00e4ngen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gibt es Ausnahmen vom Fertigarzneimittel-Vorrang?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der beschlossene Wortlaut schreibt den sechsmonatigen Therapieversuch grunds\u00e4tzlich vor. Eine ausdr\u00fccklich formulierte allgemeine Ausnahme, mit der \u00c4rztinnen und \u00c4rzte den Versuch allein aufgrund ihrer individuellen Therapieentscheidung vollst\u00e4ndig \u00fcberspringen k\u00f6nnten, enth\u00e4lt der neue Satz nicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Allerdings gelten weiterhin die allgemeinen Voraussetzungen f\u00fcr eine Cannabistherapie. Ein Anspruch auf Extrakte, Dronabinol oder Nabilon besteht nur bei einer schwerwiegenden Erkrankung und nur dann, wenn eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Behandlung nicht zur Verf\u00fcgung steht oder im konkreten Fall nach begr\u00fcndeter \u00e4rztlicher Einsch\u00e4tzung nicht angewendet werden kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Au\u00dferdem muss eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht bestehen, dass sich die Therapie sp\u00fcrbar positiv auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome auswirkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie diese Voraussetzungen mit dem neuen Fertigarzneimittel-Vorrang zusammenspielen, muss sich in der praktischen Umsetzung zeigen. Insbesondere die Situation von Menschen, f\u00fcr deren Erkrankung kein geeignetes zugelassenes cannabishaltiges Fertigarzneimittel existiert, d\u00fcrfte noch zu Diskussionen f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Werden Cannabisbl\u00fcten jetzt verboten?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Der Bundestagsbeschluss bedeutet kein allgemeines Verbot medizinischer Cannabisbl\u00fcten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00c4rztinnen und \u00c4rzte k\u00f6nnen Cannabisbl\u00fcten grunds\u00e4tzlich weiterhin als Arzneimittel verordnen, sofern sie die Behandlung medizinisch vertreten k\u00f6nnen. Auch Apotheken d\u00fcrfen \u00e4rztlich verordnete Bl\u00fcten weiterhin abgeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ge\u00e4ndert wird die Finanzierung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Nach Inkrafttreten sollen Cannabisbl\u00fcten nicht mehr zum Leistungsanspruch nach \u00a7 31 Absatz 6 SGB V geh\u00f6ren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Praxis d\u00fcrfte das bedeuten, dass Patientinnen und Patienten Cannabisbl\u00fcten nur noch auf Privatrezept und auf eigene Kosten beziehen k\u00f6nnen. Ob einzelne Krankenkassen dar\u00fcber hinaus freiwillige Leistungen anbieten k\u00f6nnten, sollte im Einzelfall direkt mit der jeweiligen Krankenkasse gekl\u00e4rt werden. Ein gesetzlicher Erstattungsanspruch ist in der beschlossenen Neufassung jedenfalls nicht mehr vorgesehen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was bedeutet der Beschluss f\u00fcr bestehende Cannabispatienten?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine der wichtigsten Fragen betrifft Menschen, deren Krankenkasse Cannabisbl\u00fcten bereits genehmigt hat und deren Behandlung seit Monaten oder Jahren erfolgreich verl\u00e4uft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der beschlossene Gesetzestext enth\u00e4lt f\u00fcr die \u00c4nderung des \u00a7 31 Absatz 6 SGB V keine klar erkennbare allgemeine Bestandsschutzregelung. Das bedeutet: Allein eine fr\u00fchere Kosten\u00fcbernahme garantiert nicht automatisch, dass die Krankenkasse Cannabisbl\u00fcten auch nach Inkrafttreten weiterbezahlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie bereits erteilte Genehmigungen behandelt werden, kann von ihrer genauen Formulierung, ihrer zeitlichen Begrenzung und der Umsetzung durch die Krankenkasse abh\u00e4ngen. Betroffene sollten daher nicht bis zur n\u00e4chsten Verordnung warten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sinnvolle n\u00e4chste Schritte k\u00f6nnen sein:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die behandelnde \u00c4rztin oder den behandelnden Arzt fr\u00fchzeitig auf die Gesetzes\u00e4nderung ansprechen.<\/li>\n\n\n\n<li>Die bisherige Wirkung, Dosierung und Vertr\u00e4glichkeit der Therapie dokumentieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Schriftlich bei der Krankenkasse nachfragen, wie eine bestehende Genehmigung nach Inkrafttreten behandelt wird.<\/li>\n\n\n\n<li>Keine eigenst\u00e4ndige Umstellung oder Unterbrechung der Therapie vornehmen.<\/li>\n\n\n\n<li>Im Fall einer ablehnenden Entscheidung fachkundige sozialrechtliche Beratung einholen.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n<div class=\"jet-listing-grid--4882\" style=\"\"><style>.gzw-card {\n\tpadding: 5rem 3rem;\n\tborder-radius: 30px;\n\toverflow: hidden;\n\tdisplay: flex;\n\tflex-direction: row;\n\tgap: 3rem;\n\twidth: min(100%, 100rem);\n\tmargin-block: 6rem;\n}\n\n.gzw-card__icon {\n\tflex: 0 0 70px;\n}\n\n.gzw-card__icon img {\n\twidth: 70px;\n\theight: 70px;\n}\n\n.gzw-card__text {\n\tdisplay: flex;\n\tflex-direction: column;\n\tgap: 1rem;\n}<\/style><div class=\"gzw-card section-bg section-bg--brown section-shape\">\n\t<div class=\"gzw-card__icon\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/hanf-lightbulb-on.svg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Gl\u00fchbirne Infoicon\" \/>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"gzw-card__text\">\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__title h3-text\">\n\t\t\tGut zu wissen\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__description\">\n\t\t\tDie konkrete medizinische Entscheidung muss immer gemeinsam mit der behandelnden \u00c4rztin oder dem behandelnden Arzt getroffen werden.\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum begr\u00fcndet die Bundesregierung die \u00c4nderung mit Standardisierung?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesregierung verfolgt mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vor allem das Ziel, die Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung zu begrenzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei Cannabis verweist sie unter anderem auf Unterschiede zwischen getrockneten Bl\u00fcten, Rezepturen und zugelassenen Fertigarzneimitteln. Zugelassene Fertigarzneimittel durchlaufen ein regul\u00e4res arzneimittelrechtliches Zulassungsverfahren. Dabei werden Qualit\u00e4t, Wirksamkeit und Sicherheit f\u00fcr bestimmte Anwendungsgebiete gepr\u00fcft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cannabisbl\u00fcten und individuell hergestellte Rezepturarzneimittel verf\u00fcgen demgegen\u00fcber nicht \u00fcber eine Zulassung f\u00fcr ein bestimmtes Krankheitsbild. Die Bundesregierung m\u00f6chte die Versorgung deshalb st\u00e4rker an zugelassenen und standardisierten Pr\u00e4paraten ausrichten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem erwartet sie Einsparungen bei den Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. Bereits im urspr\u00fcnglichen Entwurf wurden f\u00fcr den Ausschluss von Cannabisbl\u00fcten Einsparungen in dreistelliger Millionenh\u00f6he prognostiziert.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Warum wird die Neuregelung kritisiert?<\/strong><\/h2>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"682\" src=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Infografik1_GKV_Blog-1-1024x682.png\" alt=\"Vergleich von medizinischen Cannabisbl\u00fcten und Cannabisextrakten hinsichtlich Anwendung, Wirkung und GKV-Erstattung\" class=\"wp-image-61957\" srcset=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Infografik1_GKV_Blog-1-1024x682.png 1024w, https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Infografik1_GKV_Blog-1-300x200.png 300w, https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Infografik1_GKV_Blog-1-768x512.png 768w, https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Infografik1_GKV_Blog-1-1536x1024.png 1536w, https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Infografik1_GKV_Blog-1-360x240.png 360w, https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/Infografik1_GKV_Blog-1.png 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n<div class=\"jet-listing-grid--4882\" style=\"\"><div class=\"gzw-card section-bg section-bg--brown section-shape\">\n\t<div class=\"gzw-card__icon\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/hanf-lightbulb-on.svg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Gl\u00fchbirne Infoicon\" \/>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"gzw-card__text\">\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__title h3-text\">\n\t\t\tGut zu wissen\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__description\">\n\t\t\tPatientenorganisationen, Apothekerverb\u00e4nde, Teile der \u00c4rzteschaft und Unternehmen der Cannabisbranche kritisieren sowohl den Ausschluss der Bl\u00fcten als auch den neuen Vorrang der Fertigarzneimittel.\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bl\u00fcten und orale Pr\u00e4parate sind nicht immer austauschbar<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cannabisbl\u00fcten werden bei einer medizinischen Anwendung \u00fcblicherweise mithilfe eines geeigneten Vaporisators inhaliert. Die Wirkstoffe gelangen dabei vergleichsweise schnell in den Blutkreislauf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oral eingenommene Extrakte oder L\u00f6sungen wirken h\u00e4ufig sp\u00e4ter. Daf\u00fcr kann ihre Wirkung l\u00e4nger anhalten. Beide Anwendungsformen k\u00f6nnen deshalb unterschiedlichen therapeutischen Zwecken dienen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein schneller Wirkungseintritt kann beispielsweise bei pl\u00f6tzlich auftretenden Schmerzspitzen, Spastiken oder starker \u00dcbelkeit von Bedeutung sein. Eine orale Anwendung kann dagegen f\u00fcr eine l\u00e4nger anhaltende Basistherapie sinnvoll sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Keine Darreichungsform ist deshalb automatisch besser. Entscheidend sind das Krankheitsbild, das Therapieziel, die Vertr\u00e4glichkeit und die individuelle \u00e4rztliche Einsch\u00e4tzung.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>F\u00fcr viele Erkrankungen gibt es kein passendes Fertigarzneimittel<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zugelassene cannabishaltige Fertigarzneimittel stehen nur f\u00fcr begrenzte Anwendungsgebiete zur Verf\u00fcgung. Die tats\u00e4chliche Versorgung mit medizinischem Cannabis betrifft jedoch eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Bandbreite schwerwiegender Erkrankungen und Symptome.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kritiker bef\u00fcrchten daher, dass Patientinnen und Patienten zun\u00e4chst ein Pr\u00e4parat ausprobieren m\u00fcssen, das nicht speziell f\u00fcr ihre Erkrankung entwickelt oder zugelassen wurde. Welche M\u00f6glichkeiten in solchen F\u00e4llen bestehen, muss durch die weitere Ausgestaltung gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Bew\u00e4hrte Therapien k\u00f6nnten unterbrochen werden<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Besonders problematisch w\u00e4re eine erzwungene Umstellung f\u00fcr Menschen, die bereits stabil und erfolgreich mit Cannabisbl\u00fcten oder einer Rezeptur behandelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine \u00c4nderung der Darreichungsform kann Auswirkungen haben auf:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>den Wirkungseintritt,<\/li>\n\n\n\n<li>die Wirkungsdauer,<\/li>\n\n\n\n<li>die Dosierung,<\/li>\n\n\n\n<li>die Vertr\u00e4glichkeit,<\/li>\n\n\n\n<li>m\u00f6gliche Wechselwirkungen,<\/li>\n\n\n\n<li>die Kontrolle akuter Symptome,<\/li>\n\n\n\n<li>die Teilnahme am Alltag oder Berufsleben.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"jet-listing-grid--4882\" style=\"\"><div class=\"gzw-card section-bg section-bg--brown section-shape\">\n\t<div class=\"gzw-card__icon\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/hanf-lightbulb-on.svg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Gl\u00fchbirne Infoicon\" \/>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"gzw-card__text\">\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__title h3-text\">\n\t\t\tGut zu wissen\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__description\">\n\t\t\tEine Umstellung ist deshalb keine reine Formalit\u00e4t. Sie kann eine neue Einstellungsphase mit zus\u00e4tzlichen Arztterminen, Kontrollen und Anpassungen erforderlich machen.\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>M\u00f6gliche Folgekosten bleiben umstritten<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Bundesregierung erwartet durch die Neuregelung Einsparungen f\u00fcr die gesetzlichen Krankenkassen. Kritiker halten die Berechnung jedoch f\u00fcr unvollst\u00e4ndig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zus\u00e4tzliche Kosten k\u00f6nnten beispielsweise durch h\u00e4ufigere Arztbesuche, neue Genehmigungsverfahren, Therapieumstellungen, teurere Alternativpr\u00e4parate oder eine schlechtere Symptomkontrolle entstehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob die Regelung die GKV insgesamt tats\u00e4chlich entlastet, l\u00e4sst sich derzeit nicht abschlie\u00dfend beurteilen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Betrifft die \u00c4nderung auch Privatversicherte?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die beschlossene \u00c4nderung betrifft \u00a7 31 SGB V und damit unmittelbar den Leistungsanspruch in der gesetzlichen Krankenversicherung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Private Krankenversicherungen sind daran nicht in gleicher Weise gebunden. Ob eine private Krankenversicherung medizinische Cannabisbl\u00fcten, Extrakte oder Fertigarzneimittel bezahlt, richtet sich nach dem jeweiligen Tarif, den Versicherungsbedingungen und der medizinischen Notwendigkeit im konkreten Fall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Privatversicherte sollten sich daher direkt bei ihrem Versicherer nach den Voraussetzungen erkundigen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Wann treten die neuen Regeln in Kraft?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bundestag hat das Gesetz am 10. Juli 2026 beschlossen. Der Bundesrat hat anschlie\u00dfend darauf verzichtet, den Vermittlungsausschuss anzurufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit ist das parlamentarische Verfahren abgeschlossen. F\u00fcr das Inkrafttreten sind jedoch noch die Ausfertigung durch den Bundespr\u00e4sidenten und die Verk\u00fcndung im Bundesgesetzblatt erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Cannabisregelung geh\u00f6rt nicht zu den Teilen des Gesetzes, f\u00fcr die ausdr\u00fccklich ein sp\u00e4teres Datum vorgesehen ist. Sie soll daher nach der beschlossenen Fassung am Tag nach der Verk\u00fcndung in Kraft treten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Stand 23. Juli 2026 ist diese Verk\u00fcndung noch nicht erfolgt. Bis zum Inkrafttreten gilt deshalb weiterhin die bisherige Rechtslage.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dieser Abschnitt sollte nach der Verk\u00fcndung erneut aktualisiert und um das konkrete Datum des Inkrafttretens erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Was sollten Betroffene jetzt tun?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Patientinnen und Patienten sollten ihre Medikation nicht aus Sorge vor der Gesetzes\u00e4nderung eigenst\u00e4ndig reduzieren, absetzen oder ver\u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Stattdessen empfiehlt es sich, die verbleibende Zeit bis zum Inkrafttreten zu nutzen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Vereinbaren Sie einen Termin mit Ihrer behandelnden \u00c4rztin oder Ihrem behandelnden Arzt.<\/li>\n\n\n\n<li>Lassen Sie sich erkl\u00e4ren, welche Alternativen f\u00fcr Ihr Krankheitsbild grunds\u00e4tzlich infrage kommen.<\/li>\n\n\n\n<li>Dokumentieren Sie Wirkung, Nebenwirkungen und bisherige Behandlungsversuche.<\/li>\n\n\n\n<li>Bewahren Sie Genehmigungen, Arztbriefe und andere Unterlagen vollst\u00e4ndig auf.<\/li>\n\n\n\n<li>Fragen Sie Ihre Krankenkasse schriftlich nach dem Umgang mit Ihrer bestehenden Versorgung.<\/li>\n\n\n\n<li>Lassen Sie sich bei einer Ablehnung \u00fcber Widerspruchsm\u00f6glichkeiten beraten.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n<div class=\"jet-listing-grid--4882\" style=\"\"><div class=\"gzw-card section-bg section-bg--brown section-shape\">\n\t<div class=\"gzw-card__icon\">\n\t\t<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hanf.com\/info\/wp-content\/uploads\/2024\/08\/hanf-lightbulb-on.svg\" class=\"attachment-full size-full\" alt=\"Gl\u00fchbirne Infoicon\" \/>\n\t<\/div>\n\t<div class=\"gzw-card__text\">\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__title h3-text\">\n\t\t\tGut zu wissen\n\t\t<\/div>\n\t\t<div class=\"gzw-card__text__description\">\n\t\t\tEine fr\u00fchzeitige Dokumentation kann besonders wichtig werden, wenn sp\u00e4ter beurteilt werden muss, ob alternative Pr\u00e4parate ungeeignet waren oder nicht ausreichend gewirkt haben.\n\t\t<\/div>\n\t<\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Unsere Einsch\u00e4tzung: Eine Kostenentscheidung mit weitreichenden Folgen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ver\u00e4ndert der Gesetzgeber die Versorgung mit medizinischem Cannabis grundlegend.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Cannabisbl\u00fcten sollen vollst\u00e4ndig aus dem gesetzlichen Erstattungsanspruch verschwinden. Gleichzeitig sollen Cannabisextrakte, Dronabinol und Nabilon grunds\u00e4tzlich erst nach einem sechsmonatigen Therapieversuch mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die \u00e4rztliche Verordnung von Cannabisbl\u00fcten bleibt zwar m\u00f6glich. F\u00fcr gesetzlich Versicherte d\u00fcrfte ihre Fortf\u00fchrung jedoch in vielen F\u00e4llen zu einer Frage der eigenen finanziellen M\u00f6glichkeiten werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ob die Reform tats\u00e4chlich die erwarteten Einsparungen erzielt und wie sich der Vorrang der Fertigarzneimittel auf die Versorgung schwerkranker Menschen auswirkt, wird sich erst in der Praxis zeigen. Entscheidend werden nun die Verk\u00fcndung des Gesetzes, die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses und der konkrete Umgang der Krankenkassen mit bereits laufenden Therapien sein.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>H\u00e4ufig gestellte Fragen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Bezahlt die Krankenkasse medizinische Cannabisbl\u00fcten noch?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis zum Inkrafttreten der neuen Regelung gilt weiterhin die bisherige Rechtslage. Nach Inkrafttreten sollen Cannabisbl\u00fcten nicht mehr vom gesetzlichen Anspruch nach \u00a7 31 Absatz 6 SGB V umfasst sein.<\/p>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Sind Cannabisbl\u00fcten k\u00fcnftig verboten?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nein. Die Neuregelung betrifft die Erstattung durch die gesetzliche Krankenversicherung. Eine \u00e4rztliche Verordnung und Abgabe durch eine Apotheke bleibt grunds\u00e4tzlich m\u00f6glich.<\/p>\n<\/details>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Kann ich Cannabisbl\u00fcten auf Privatrezept erhalten?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Grunds\u00e4tzlich ja, sofern eine \u00c4rztin oder ein Arzt die Verordnung medizinisch f\u00fcr vertretbar h\u00e4lt. Die Kosten m\u00fcssen bei einem Privatrezept normalerweise selbst getragen werden.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Gibt es Bestandsschutz f\u00fcr bestehende Patienten?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine eindeutige allgemeine Bestandsschutzregelung f\u00fcr bereits genehmigte Bl\u00fctentherapien ist im beschlossenen Gesetzestext nicht enthalten. Betroffene sollten sich fr\u00fchzeitig an ihre Krankenkasse und ihre behandelnde Praxis wenden.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Werden Cannabisextrakte weiterhin von der GKV bezahlt?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Standardisierte Cannabisextrakte bleiben grunds\u00e4tzlich im gesetzlichen Leistungsanspruch. Zuvor soll jedoch ein sechsmonatiger Therapieversuch mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel erfolgen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Betrifft der Therapieversuch auch Dronabinol?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ja. Der neue \u00a7 31 Absatz 6 erfasst neben standardisierten Extrakten auch Arzneimittel mit Dronabinol oder Nabilon. Der Fertigarzneimittel-Vorrang steht vor dem gemeinsamen Leistungsanspruch f\u00fcr diese Pr\u00e4parate.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Muss der Versuch immer genau sechs Monate dauern?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Gesetzestext sieht einen sechsmonatigen Therapieversuch vor. Wie mit Unvertr\u00e4glichkeit, Gegenanzeigen, fehlender Wirksamkeit oder einem medizinisch notwendigen fr\u00fcheren Abbruch umzugehen ist, muss in der praktischen Umsetzung n\u00e4her gekl\u00e4rt werden.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Was gilt, wenn kein Fertigarzneimittel f\u00fcr meine Erkrankung zugelassen ist?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Frage wird durch den beschlossenen Gesetzeswortlaut nicht eindeutig beantwortet. Hier werden die Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses und die Anwendung durch \u00c4rzte und Krankenkassen entscheidend sein.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Wann tritt die \u00c4nderung in Kraft?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Regelung soll am Tag nach der Verk\u00fcndung des Gesetzes im Bundesgesetzblatt in Kraft treten. Zum Redaktionsstand 23. Juli 2026 ist die Verk\u00fcndung noch nicht erfolgt.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<details class=\"wp-block-details is-layout-flow wp-block-details-is-layout-flow\"><summary><strong>Betrifft die \u00c4nderung auch Privatversicherte?<\/strong><\/summary>\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nicht unmittelbar. Bei privaten Krankenversicherungen richtet sich die Kosten\u00fcbernahme nach dem jeweiligen Tarif und den Versicherungsbedingungen.<\/p>\n<\/details>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Quellen<\/strong><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz, Bundesratsdrucksache 411\/26<\/li>\n\n\n\n<li>Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses f\u00fcr Gesundheit, Bundestagsdrucksache 21\/7016<\/li>\n\n\n\n<li>Dokumentations- und Informationssystem f\u00fcr Parlamentsmaterialien des Deutschen Bundestages<\/li>\n\n\n\n<li>Namentliche Abstimmung des Deutschen Bundestages vom 10. Juli 2026<\/li>\n\n\n\n<li>Bundesministerium f\u00fcr Gesundheit: Informationen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz<\/li>\n\n\n\n<li>Stellungnahmen von Patienten-, \u00c4rzte-, Apotheker- und Branchenverb\u00e4nden im parlamentarischen Verfahren<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was der Beschluss f\u00fcr Cannabispatienten, Extrakte und Fertigarzneimittel bedeutet Der Bundestag hat am 10. Juli 2026 das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz beschlossen. Darin enthalten ist eine weitreichende Neuregelung f\u00fcr die Versorgung mit medizinischem Cannabis: Getrocknete Cannabisbl\u00fcten sollen k\u00fcnftig nicht mehr von der gesetzlichen Krankenversicherung, kurz GKV, erstattet werden. Doch die endg\u00fcltige Fassung geht noch weiter. 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