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Hanfprotein: Pflanzliches Protein aus Hanfsamen

Wie gut ist Hanfprotein wirklich? Erfahre mehr!
Letzte Änderung: 24.09.2026
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Was ist Hanfprotein?

Hanfprotein ist ein pflanzliches Protein, das aus den Samen der Hanfpflanze Cannabis sativa L. gewonnen wird. Es wird meist als fein gemahlenes Pulver angeboten und lässt sich beispielsweise in Smoothies, Shakes, Müsli oder Porridge verwenden. Auch zum Kochen und Backen eignet es sich.

Interessant ist Hanfprotein vor allem wegen seiner natürlichen Zusammensetzung. Hanfsamen enthalten bereits von Natur aus einen beachtlichen Anteil Protein. Bei der Herstellung von Hanfprotein wird ein Teil des enthaltenen Öls entfernt. Dadurch steigt der Proteinanteil im verbleibenden Produkt.

Das Ergebnis ist ein pflanzliches Proteinpulver, das sich in einigen Punkten deutlich von hoch konzentrierten Proteinisolaten unterscheidet. Je nach Herstellungsverfahren enthält Hanfprotein neben Eiweiß beispielsweise weiterhin Ballaststoffe und einen gewissen Anteil Fett.

Doch wie wird aus einem kleinen Hanfsamen eigentlich Proteinpulver?

Wie wird Hanfprotein hergestellt?

Am Anfang stehen Hanfsamen. Diese enthalten natürlicherweise sowohl Protein als auch einen relativ hohen Anteil Fett.

Für die Herstellung von Hanfprotein werden die Samen zunächst verarbeitet und ein Teil ihres Öls abgetrennt. Bei einer mechanischen Ölgewinnung entsteht neben dem Hanfsamenöl ein fester Rückstand, der häufig als Presskuchen bezeichnet wird.

Dieser Presskuchen ist keineswegs wertlos. Nachdem ein erheblicher Teil des Öls entfernt wurde, sind die übrigen Bestandteile des Samens darin entsprechend stärker konzentriert. Dazu gehört auch das Protein.

Der Presskuchen kann anschließend weiterverarbeitet und fein vermahlen werden. Je nach Herstellungsverfahren können weitere Verarbeitungsschritte folgen, durch die beispielsweise der Proteinanteil verändert beziehungsweise weiter erhöht wird.

Deshalb gibt es nicht den einen festen Proteingehalt, den jedes Hanfproteinpulver besitzt. Ein Blick auf die Nährwertangaben des jeweiligen Produkts ist immer sinnvoll.

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Vom Hanfsamen zum Hanfprotein

Vereinfacht lässt sich die Herstellung in vier Schritte unterteilen:

  1. Hanfsamen werden gereinigt und für die Verarbeitung vorbereitet.
  2. Ein Teil des Hanfsamenöls wird aus den Samen gewonnen.
  3. Zurück bleibt ein proteinreicher Presskuchen.
  4. Dieser wird weiterverarbeitet und zu Hanfproteinpulver vermahlen.

Das Prinzip erklärt auch, warum Hanfsamen, Hanfsamenöl und Hanfprotein so unterschiedliche Nährwertprofile besitzen, obwohl sie alle auf demselben Ausgangsprodukt basieren.

Hanfsamen und Hanfprotein sind nicht dasselbe

Hanfsamen und Hanfprotein werden gelegentlich in einen Topf geworfen. Ernährungsphysiologisch handelt es sich jedoch um unterschiedliche Produkte.

Bei ganzen beziehungsweise geschälten Hanfsamen bleibt die natürliche Zusammensetzung des Samens weitgehend erhalten. Sie liefern sowohl Protein als auch einen relativ hohen Anteil Fett.

Bei Hanfprotein wurde dagegen ein Teil dieses Fettes entfernt. Dadurch macht Protein einen größeren Anteil des fertigen Produkts aus.

Das bedeutet allerdings nicht, dass Hanfprotein ausschließlich aus Protein besteht. Anders als bei manchen stark konzentrierten Proteinisolaten können je nach Produkt weiterhin nennenswerte Mengen Ballaststoffe, Fett und Kohlenhydrate enthalten sein.

Wer hauptsächlich Hanfsamen als Zutat verwenden möchte, findet in unserem Sortiment geschälte und ungeschälte Hanfsamen. Für einen höheren Proteinanteil gibt es dagegen speziell verarbeitetes Hanfproteinpulver.

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Hanfprotein ist nicht CBD-Protein

Der Begriff „Hanf“ führt schnell zu Missverständnissen. Hanfprotein wird aus Hanfsamen hergestellt und ist ein Lebensmittel – kein CBD-Produkt.

Cannabinoide wie THC und CBD werden nicht im Hanfsamen selbst gebildet. Hanfprotein wird deshalb nicht verwendet, um CBD oder THC aufzunehmen, sondern als pflanzliches proteinreiches Lebensmittel.

Mögliche Spuren von Cannabinoiden in Lebensmitteln aus Hanfsamen können durch Kontakt der Samen mit anderen Pflanzenteilen während Ernte und Verarbeitung entstehen.

Ist Hanfprotein vegan?

Ja. Hanfprotein wird aus Hanfsamen gewonnen und ist damit eine pflanzliche Proteinquelle. Es enthält von Natur aus keine tierischen Bestandteile.

Das macht Hanfprotein besonders interessant für eine vegane oder vegetarische Ernährung – aber natürlich kann es unabhängig von der Ernährungsform verwendet werden.

Die spannendere Frage lautet ohnehin nicht, ob Hanfprotein pflanzlich ist, sondern wie viel Protein tatsächlich darin steckt und wie dessen Zusammensetzung aussieht. Denn ein hoher Proteinwert auf der Verpackung allein sagt noch nicht alles über eine Proteinquelle aus.

Im nächsten Kapitel schauen wir uns deshalb die Nährwerte und den Proteingehalt von Hanfprotein genauer an.

Hanfprotein-Nährwerte: Wie viel Protein steckt darin?

Der Name verrät es bereits: Bei Hanfprotein steht das Eiweiß im Mittelpunkt. Trotzdem besteht Hanfproteinpulver nicht ausschließlich aus Protein. Je nach Ausgangsmaterial und Verarbeitung enthält es auch Ballaststoffe, Fett und Kohlenhydrate.

Wie hoch der Proteinanteil tatsächlich ist, lässt sich deshalb nicht mit einer einzigen Zahl beantworten. Hanfproteinpulver kann unterschiedlich stark entölt und weiterverarbeitet werden. Dadurch unterscheiden sich die Nährwerte verschiedener Produkte zum Teil deutlich voneinander.

Wer Hanfprotein kauft, sollte deshalb nicht nur auf die Bezeichnung „Hanfprotein“ schauen, sondern immer auch die Nährwerttabelle des konkreten Produkts prüfen.

Wie viel Eiweiß enthält Hanfprotein?

Durch die Verarbeitung der Hanfsamen lässt sich der Proteinanteil gegenüber dem ursprünglichen Samen deutlich erhöhen. Wissenschaftliche Untersuchungen unterscheiden deshalb beispielsweise zwischen Hanfsamen, entöltem Hanfsamenmehl, Proteinkonzentraten und stärker aufgereinigten Proteinisolaten.

Das ist auch der Grund, warum zwei Hanfproteinpulver nicht zwangsläufig denselben Eiweißgehalt besitzen.

Ein konkretes Beispiel aus unserem Sortiment ist das Hanfland Bio-Hanfprotein 56 %. Es liefert laut Nährwertangaben 56 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm.

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Beispiel: Nährwerte unseres Hanfproteins

Das Hanfland Bio-Hanfprotein 56 % enthält pro 100 Gramm:

Energie: 474 kcal / 1.979 kJ

Eiweiß: 56 g

Fett: 23 g

davon gesättigte Fettsäuren: 0,3 g

Kohlenhydrate: 4,7 g

davon Zucker: 4,4 g

Ballaststoffe: 12 g

Diese Werte gelten für dieses konkrete Produkt und sollten nicht pauschal auf jedes Hanfprotein übertragen werden.

Unser Bio-Hanfprotein mit 56 % Protein besteht aus 100 % Bio-Hanfsamen.

Was bedeuten 56 % Protein in einer Portion?

Prozentangaben auf Proteinprodukten wirken zunächst etwas abstrakt. Bei einem Proteingehalt von 56 Gramm pro 100 Gramm lässt sich die enthaltene Proteinmenge aber einfach auf kleinere Portionen herunterrechnen.

20 Gramm des Pulvers liefern rechnerisch etwa 11,2 Gramm Protein.

30 Gramm liefern etwa 16,8 Gramm Protein.

40 Gramm liefern etwa 22,4 Gramm Protein.

Das bedeutet nicht, dass 20, 30 oder 40 Gramm automatisch die richtige Portionsgröße für jeden Menschen sind. Die Rechnung zeigt lediglich, wie viel Protein eine bestimmte Menge des Pulvers liefert.

Wie viel Protein ein Mensch insgesamt benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Darauf gehen wir später im Kapitel zur täglichen Menge und zum Proteinbedarf genauer ein.

Warum enthält Hanfprotein noch relativ viel Fett?

Wer Hanfprotein mit stark konzentrierten Proteinpulvern vergleicht, könnte sich über den Fettanteil wundern. Unser Beispielprodukt enthält trotz 56 % Protein noch 23 Gramm Fett pro 100 Gramm.

Das lässt sich durch das Ausgangsprodukt erklären: Hanfsamen sind von Natur aus ölreiche Samen. Bei der Herstellung von Hanfprotein wird zwar ein Teil des Öls entfernt, je nach Verarbeitung verbleibt aber weiterhin Fett im fertigen Produkt.

Hanfprotein ist deshalb nicht automatisch mit einem nahezu reinen Proteinisolat vergleichbar.

Das ist ein wichtiger Punkt für spätere Vergleiche mit Whey-, Soja- oder Erbsenproteinisolaten: Ein Produkt mit 80 oder 90 % Protein ist nicht einfach dasselbe Lebensmittel mit einer „besseren Zahl“, sondern kann deutlich stärker auf die Proteinfraktion konzentriert worden sein.

Hanfprotein liefert auch Ballaststoffe

Ein weiterer Unterschied zu manchen stark aufgereinigten Proteinpulvern ist der Ballaststoffgehalt.

Unser Hanfprotein-Beispiel enthält 12 Gramm Ballaststoffe pro 100 Gramm. Bei einer Portion von 30 Gramm wären das rechnerisch etwa 3,6 Gramm.

Auch hier gilt allerdings: Der Ballaststoffgehalt ist produktabhängig. Herstellungsverfahren und Ausgangsmaterial beeinflussen, wie viel davon im fertigen Hanfprotein enthalten bleibt.

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Mehr Protein bedeutet nicht automatisch besseres Protein

Auf Proteinpulvern ist der Proteingehalt eine der auffälligsten Zahlen. Ein Pulver mit 80 % Protein scheint deshalb auf den ersten Blick automatisch „besser“ als eines mit 50 oder 60 %.

So einfach ist es jedoch nicht.

Der Proteingehalt sagt zunächst nur, wie viel Protein sich in einer bestimmten Menge des Lebensmittels befindet. Er sagt noch nichts darüber aus, aus welchen Aminosäuren dieses Protein besteht und wie gut es verdaut und vom Körper genutzt werden kann.

Für eine sinnvollere Beurteilung einer Proteinquelle müssen deshalb mindestens drei Fragen getrennt betrachtet werden:

Wie viel Protein enthält das Lebensmittel?

Welche Aminosäuren liefert dieses Protein?

Wie gut ist das Protein verdaulich?

Genau deshalb beschäftigen wir uns im nächsten Kapitel nicht mehr nur mit der Menge. Wir schauen uns an, woraus Hanfprotein eigentlich besteht: seine Aminosäuren – einschließlich der neun essenziellen Aminosäuren und der für Hanf wichtigen limitierenden Aminosäure Lysin.

Aminosäuren im Hanfprotein: Wie ist das pflanzliche Protein zusammengesetzt?

56 Gramm Protein pro 100 Gramm klingen zunächst nach einer eindeutigen Zahl. Doch für die Beurteilung einer Proteinquelle reicht der reine Proteingehalt nicht aus. Mindestens genauso interessant ist die Frage, aus welchen Aminosäuren dieses Protein aufgebaut ist.

Aminosäuren sind die Grundbausteine von Proteinen. Während der Verdauung werden Nahrungsproteine zerlegt, sodass der Körper die enthaltenen Aminosäuren für unterschiedliche Aufgaben nutzen kann – unter anderem zum Aufbau körpereigener Proteine.

Dabei gibt es einen entscheidenden Unterschied: Einige Aminosäuren kann der menschliche Körper selbst herstellen, andere müssen wir über unsere Ernährung aufnehmen.

Welche essenziellen Aminosäuren gibt es?

Für Erwachsene gelten neun Aminosäuren als essenziell:

  • Histidin
  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Threonin
  • Tryptophan
  • Valin

Hanfprotein enthält alle neun dieser essenziellen Aminosäuren.

Das klingt zunächst nach der perfekten Proteinquelle. Ganz so einfach lässt sich die Qualität eines Proteins allerdings nicht beurteilen. Entscheidend ist nicht nur, ob eine bestimmte Aminosäure überhaupt vorkommt, sondern auch, in welcher Menge sie vorhanden ist und wie gut das Protein verdaut werden kann.

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„Alle essenziellen Aminosäuren“ bedeutet nicht automatisch perfektes Protein

Bei pflanzlichen Proteinpulvern liest man häufig den Begriff „vollständiges Protein“. Gemeint ist damit meist, dass alle essenziellen Aminosäuren enthalten sind.

Das ist bei Hanfprotein grundsätzlich der Fall.

Für die ernährungsphysiologische Beurteilung reicht diese Information allein jedoch nicht aus. Ein Protein kann alle essenziellen Aminosäuren enthalten und trotzdem von einzelnen Aminosäuren vergleichsweise wenig liefern.

Deshalb betrachtet man neben dem Vorhandensein auch das Verhältnis der Aminosäuren und die Verdaulichkeit des Proteins.

Was bedeutet „limitierende Aminosäure“?

Stell dir ein Protein vereinfacht wie ein Rezept vor, für das verschiedene Zutaten in bestimmten Mengen benötigt werden. Sind von acht Zutaten reichlich vorhanden, von der neunten aber nur wenig, kann genau diese Zutat begrenzen, wie viel vom fertigen Produkt hergestellt werden kann.

Ähnlich funktioniert das Prinzip der limitierenden Aminosäure.

Als limitierend bezeichnet man die essenzielle Aminosäure, die im Verhältnis zu einem festgelegten Referenzbedarf am knappsten vorhanden ist. Sie kann dadurch die ernährungsphysiologische Qualität einer Proteinquelle mitbestimmen.

Bei Hanfprotein wird in zahlreichen Untersuchungen insbesondere Lysin als limitierende Aminosäure identifiziert. Welche Aminosäure tatsächlich zuerst limitiert, kann jedoch vom untersuchten Hanfprodukt, der Verarbeitung und dem verwendeten Referenzmuster abhängen.

Deshalb wäre die pauschale Aussage „Hanfprotein enthält zu wenig Lysin“ ebenfalls zu grob. Treffender ist: Das Verhältnis von Lysin zu den übrigen Aminosäuren kann die Proteinqualität von Hanfprotein begrenzen.

Was ist Lysin?

Lysin gehört zu den neun essenziellen Aminosäuren und muss deshalb über die Nahrung aufgenommen werden.

Dass Lysin bei Hanfprotein häufig als limitierende Aminosäure auftaucht, ist für pflanzliche Lebensmittel keineswegs ungewöhnlich. Auch bei verschiedenen Getreidearten kann Lysin die Proteinqualität begrenzen.

Andere pflanzliche Proteinquellen besitzen wiederum andere Stärken und Schwächen im Aminosäureprofil. Genau deshalb kann es sinnvoll sein, verschiedene pflanzliche Proteinquellen über die Ernährung miteinander zu kombinieren.

Hülsenfrüchte beziehungsweise daraus gewonnene Proteine können beispielsweise ein anderes Aminosäuremuster aufweisen als Hanf- oder Getreideprotein.

Was sind BCAA?

Im Zusammenhang mit Proteinpulvern begegnet einem fast zwangsläufig die Abkürzung BCAA. Sie steht für „Branched-Chain Amino Acids“, auf Deutsch verzweigtkettige Aminosäuren.

Zu den BCAA gehören drei essenzielle Aminosäuren:

  • Leucin
  • Isoleucin
  • Valin

Alle drei kommen auch in Hanfprotein vor.

Besonders im Sportbereich werden BCAA häufig hervorgehoben. Für die Bewertung eines Lebensmittels sollte man sich jedoch nicht ausschließlich auf diese drei Aminosäuren konzentrieren.

Der menschliche Körper benötigt für den Aufbau körpereigener Proteine nicht nur BCAA, sondern ein entsprechendes Angebot verschiedener Aminosäuren. Ein hoher BCAA-Gehalt allein macht ein Protein daher nicht automatisch zu einer hochwertigen Proteinquelle.

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BCAA kurz erklärt

BCAA sind keine besonderen Stoffe, die ausschließlich in Sportprodukten vorkommen.

Es handelt sich schlicht um drei essenzielle Aminosäuren:

Leucin
Isoleucin
Valin

Sie kommen natürlicherweise in zahlreichen tierischen und pflanzlichen Proteinquellen vor – darunter auch Hanfprotein.

Bei der Beurteilung eines Proteinpulvers ist deshalb das gesamte Aminosäureprofil aussagekräftiger als der isolierte Blick auf BCAA.

Welche weiteren Aminosäuren sind in Hanfprotein interessant?

Neben den essenziellen Aminosäuren enthält Hanfprotein verschiedene nicht essenzielle beziehungsweise bedingt essenzielle Aminosäuren.

In Untersuchungen fällt beispielsweise ein vergleichsweise hoher Anteil an Arginin auf. Auch Glutaminsäure und Asparaginsäure beziehungsweise ihre verwandten Formen sind wichtige Bestandteile des Aminosäureprofils von Hanfsamenprotein.

Das bedeutet allerdings nicht, dass einzelne dieser Aminosäuren als besonderes Gesundheitsversprechen für Hanfprotein herausgestellt werden sollten. Für die Bewertung als Proteinquelle ist die Gesamtzusammensetzung wesentlich interessanter.

Lassen sich verschiedene pflanzliche Proteine kombinieren?

Ja – und genau hier wird das Thema der limitierenden Aminosäuren praktisch.

Unterschiedliche Proteinquellen besitzen unterschiedliche Aminosäuremuster. Ist eine bestimmte essenzielle Aminosäure in einer Proteinquelle relativ knapp vorhanden, kann eine andere Proteinquelle davon mehr liefern.

Deshalb muss eine einzelne Mahlzeit nicht zwingend aus einer einzigen „perfekten“ Proteinquelle bestehen. Eine abwechslungsreiche Ernährung kann unterschiedliche Aminosäureprofile miteinander verbinden.

Hanfprotein lässt sich beispielsweise mit anderen pflanzlichen Lebensmitteln kombinieren und kann so ein Baustein der gesamten Proteinversorgung sein.

Auch zeitlich muss nicht jedes Aminosäuremuster bei jeder einzelnen Mahlzeit perfekt ergänzt werden. Entscheidend ist vielmehr eine insgesamt ausreichende und abwechslungsreiche Ernährung.

Das Aminosäureprofil ist nur ein Teil der Proteinqualität

Wir kennen jetzt zwei wichtige Eigenschaften von Hanfprotein:

Es liefert alle neun essenziellen Aminosäuren.

Und einzelne Aminosäuren – insbesondere Lysin – können im Verhältnis zum Referenzbedarf begrenzend sein.

Damit fehlt allerdings noch ein entscheidender Faktor: Selbst das beste Aminosäureprofil hilft wenig, wenn ein Protein vom Körper nur schlecht verdaut und verfügbar gemacht werden kann.

Um Hanfprotein sinnvoll beurteilen zu können, müssen wir deshalb als Nächstes einen Blick auf seine eigentlichen Proteinbestandteile werfen. Dabei begegnen uns zwei Namen immer wieder: Edestin und Albumin.

Edestin und Albumin: Welche Proteine stecken im Hanfsamen?

Wenn von Hanfprotein gesprochen wird, klingt es zunächst so, als würde im Hanfsamen ein einziges Protein stecken. Tatsächlich besteht das Protein des Samens aus verschiedenen Proteinfraktionen.

Besonders häufig begegnen uns dabei zwei Begriffe: Edestin und Albumin.

Edestin stellt einen großen Teil der Speicherproteine des Hanfsamens dar. Daneben kommen Albumine und weitere Proteinbestandteile vor. Gemeinsam liefern sie die Aminosäuren, aus denen sich das charakteristische Aminosäureprofil von Hanfprotein zusammensetzt.

Was ist Edestin?

Edestin gehört zur Gruppe der Globuline und dient dem Hanfsamen als Speicherprotein. Diese Proteine speichern Stickstoff und Aminosäuren, die der jungen Pflanze während der Keimung und frühen Entwicklung zur Verfügung stehen.

In Hanfsamen ist Edestin die dominierende Speicherproteinfraktion. In wissenschaftlichen Untersuchungen werden dabei verschiedene Untereinheiten beziehungsweise Formen von Edestin beschrieben.

Für die Pflanze erfüllt Edestin also zunächst eine sehr praktische Aufgabe: Es ist ein Nährstoffspeicher für den nächsten Entwicklungsschritt des Samens.

Was ist Albumin?

Neben den Globulinen enthält Hanfsamenprotein auch Albumine.

Die Begriffe Globulin und Albumin beschreiben Proteinfraktionen unter anderem anhand ihrer Löslichkeit. Vereinfacht gesagt verhalten sich diese Proteine unterschiedlich, wenn sie mit Wasser oder bestimmten Salzlösungen in Kontakt kommen.

Diese Eigenschaften sind nicht nur für die Forschung interessant. Sie spielen auch bei der Verarbeitung von Hanfprotein eine Rolle, beispielsweise wenn Proteinfraktionen aus Hanfsamen gewonnen oder konzentriert werden sollen.

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Edestin und Albumin kurz erklärt

Edestin
Das wichtigste Speicherprotein des Hanfsamens. Es gehört zur Gruppe der Globuline.

Albumin
Eine weitere Proteinfraktion im Hanfsamen, die sich unter anderem durch andere Löslichkeitseigenschaften von Globulinen unterscheidet.

Beide bestehen wiederum aus Aminosäuren und tragen damit zum gesamten Aminosäureprofil des Hanfproteins bei.

Warum liest man bei Hanfprotein so häufig über Edestin?

Edestin wird im Zusammenhang mit Hanfprotein häufig besonders hervorgehoben, weil es einen großen Anteil der Speicherproteine des Hanfsamens ausmacht.

Daraus entstehen im Internet allerdings gelegentlich sehr weitreichende Behauptungen. So wird Edestin beispielsweise eine besondere Ähnlichkeit zu menschlichen Proteinen zugeschrieben oder behauptet, der Körper könne es deshalb außergewöhnlich leicht verwerten.

Solche vereinfachten Aussagen sind mit Vorsicht zu betrachten.

Ob ein Nahrungsprotein ernährungsphysiologisch hochwertig ist, lässt sich nicht allein daran festmachen, zu welcher Proteinfamilie es gehört. Entscheidend sind unter anderem das Aminosäureprofil, die Verdaulichkeit und die Menge der verfügbaren essenziellen Aminosäuren.

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Edestin ist kein „menschliches Protein“

Der Name Edestin taucht in vielen Beschreibungen von Hanfprotein zusammen mit beeindruckend klingenden Aussagen auf. Dabei sollte man zwischen Pflanzenbiologie und menschlicher Ernährung unterscheiden.

Edestin ist ein pflanzliches Speicherprotein des Hanfsamens.

Während der Verdauung werden Nahrungsproteine ohnehin in kleinere Peptide und Aminosäuren zerlegt. Der Körper baut daraus anschließend seine eigenen Proteine auf.

Die Tatsache, dass Hanfprotein viel Edestin enthält, bedeutet deshalb nicht, dass dieses Protein unverändert in menschliches Muskel-, Blut- oder Immunprotein umgewandelt wird.

Beeinflusst die Verarbeitung die Hanfproteine?

Ja. Proteine reagieren auf ihre Umgebung und können durch Verarbeitung verändert werden.

Temperatur, pH-Wert und verschiedene Verarbeitungsschritte können beispielsweise die Struktur und Löslichkeit von Proteinen beeinflussen. Auch die Art, wie Protein aus dem Hanfsamen gewonnen und konzentriert wird, kann sich auf die Eigenschaften des fertigen Produkts auswirken.

Das ist ein weiterer Grund, warum sich Ergebnisse aus einer Untersuchung nicht automatisch auf jedes Hanfproteinpulver übertragen lassen.

Für Verbraucher bedeutet das vor allem: Der Begriff „Hanfprotein“ beschreibt eine Produktgruppe – nicht ein weltweit identisches Proteinpulver mit immer derselben Zusammensetzung und denselben Eigenschaften.

Damit kommen wir zur entscheidenden Frage: Wie gut kann unser Körper Hanfprotein tatsächlich verdauen und nutzen? Dafür müssen wir Aminosäureprofil und Verdaulichkeit gemeinsam betrachten – und uns Begriffe wie Proteinqualität und PDCAAS etwas genauer ansehen.

Wie hochwertig ist Hanfprotein? Verdaulichkeit und Proteinqualität erklärt

Ein Proteinpulver kann viel Eiweiß enthalten und trotzdem ein anderes Aminosäureprofil und eine andere Verdaulichkeit besitzen als eine zweite Proteinquelle. Wer wissen möchte, wie gut Hanfprotein als Proteinquelle geeignet ist, sollte deshalb nicht nur auf die Grammzahl auf der Verpackung schauen.

Für die Proteinqualität sind vor allem drei Fragen interessant:

  1. Wie viel Protein enthält das Lebensmittel?
  2. Welche essenziellen Aminosäuren liefert dieses Protein?
  3. Wie gut kann das Protein verdaut werden?

Die ersten beiden Fragen haben wir bereits beantwortet. Jetzt kommt die Verdaulichkeit hinzu.

Was bedeutet Proteinverdaulichkeit?

Nahrungsprotein kann vom Körper nicht einfach unverändert übernommen werden. Während der Verdauung wird es zunächst in kleinere Peptide und schließlich in Aminosäuren zerlegt.

Diese Aminosäuren können anschließend aufgenommen und für verschiedene körpereigene Prozesse genutzt werden.

Allerdings wird nicht jedes Nahrungsprotein vollständig verdaut. Struktur und Verarbeitung eines Proteins sowie weitere Bestandteile des Lebensmittels können beeinflussen, wie gut Verdauungsenzyme an das Protein gelangen.

Genau deshalb gehört die Verdaulichkeit zu einer sinnvollen Bewertung der Proteinqualität.

Wie gut ist Hanfprotein verdaulich?

Untersuchungen zeigen, dass Hanfprotein grundsätzlich gut verdaulich sein kann. Die gemessenen Werte unterscheiden sich jedoch abhängig vom untersuchten Produkt und dessen Verarbeitung.

Das ist nachvollziehbar: Ganze Hanfsamen besitzen eine andere Struktur als geschälte Samen. Entöltes Hanfmehl unterscheidet sich wiederum von einem Proteinkonzentrat oder -isolat.

Bei der Verarbeitung können außerdem Bestandteile entfernt, Proteine konzentriert oder deren Struktur verändert werden.

Die Frage „Wie gut ist Hanfprotein verdaulich?“ lässt sich deshalb nicht seriös mit einer einzigen Prozentzahl für alle Produkte beantworten.

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„Leicht verdaulich“ ist keine feste Eigenschaft jedes Hanfproteins

Hanfprotein wird häufig pauschal als besonders leicht verdaulich beworben.

Wissenschaftlich ist die Sache differenzierter.

Die Proteinverdaulichkeit hängt unter anderem vom Ausgangsmaterial und von der Verarbeitung ab. Hanfsamen, Hanfmehl, Proteinkonzentrat und Proteinisolat können deshalb unterschiedlich abschneiden.

Aussagekräftiger als ein pauschales „leicht verdaulich“ sind Messverfahren, die sowohl die Verdaulichkeit als auch das Aminosäureprofil berücksichtigen.

Was ist der PDCAAS?

Ein häufig verwendeter Wert zur Bewertung von Protein ist der PDCAAS. Die Abkürzung steht für „Protein Digestibility Corrected Amino Acid Score“.

Vereinfacht gesagt kombiniert das Verfahren zwei Informationen:

Zunächst wird betrachtet, wie das Verhältnis der essenziellen Aminosäuren eines Proteins zu einem festgelegten Referenzmuster aussieht.

Anschließend wird dieser Wert anhand der gemessenen Proteinverdaulichkeit korrigiert.

Ein Protein kann also nicht allein dadurch einen hohen PDCAAS erreichen, dass es gut verdaulich ist. Ebenso reicht ein günstiges Aminosäureprofil allein nicht aus. Beides spielt zusammen.

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PDCAAS einfach erklärt

Stell dir zwei Proteinpulver mit jeweils 20 Gramm Protein vor.

Pulver A lässt sich sehr gut verdauen, enthält von einer benötigten essenziellen Aminosäure aber vergleichsweise wenig.

Pulver B besitzt ein ausgewogeneres Aminosäureprofil, wird dafür aber weniger vollständig verdaut.

Die reine Angabe „20 Gramm Protein“ zeigt diesen Unterschied nicht.

Der PDCAAS versucht deshalb, Aminosäureprofil und Verdaulichkeit gemeinsam zu berücksichtigen.

Ein höherer Wert steht innerhalb dieses Bewertungsmodells für eine günstigere Kombination aus diesen Faktoren.

Welche PDCAAS-Werte erreicht Hanfprotein?

Eine häufig zitierte Untersuchung verglich verschiedene Hanfsamenprodukte miteinander und fand deutliche Unterschiede.

Für ganze Hanfsamen wurde ein PDCAAS von ungefähr 0,49 ermittelt. Hanfsamenmehl erreichte etwa 0,46 bis 0,51. Ein untersuchtes geschältes Hanfsamenprodukt kam dagegen auf rund 0,63.

Bei einem daraus hergestellten Hanfprotein-Isolat stieg der Wert in der Untersuchung auf ungefähr 0,66.

Diese Zahlen zeigen vor allem eines: Die Verarbeitung kann einen erheblichen Einfluss auf die gemessene Proteinqualität haben.

Sie bedeuten jedoch nicht, dass jedes heute erhältliche Hanfproteinpulver einen PDCAAS von 0,66 besitzt. Dafür müsste das konkrete Produkt entsprechend untersucht worden sein.

Warum wird PDCAAS nicht mehr als einziges Verfahren betrachtet?

PDCAAS ist weit verbreitet, besitzt aber methodische Grenzen.

Eine davon liegt darin, dass die Verdaulichkeit traditionell über die gesamte Proteinverdauung bestimmt wird und nicht für jede einzelne essenzielle Aminosäure separat betrachtet wird. Außerdem können sehr hohe Werte beim PDCAAS auf 1,0 begrenzt werden.

Deshalb hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen, die FAO, mit dem DIAAS ein differenzierteres Bewertungsverfahren vorgeschlagen.

DIAAS steht für „Digestible Indispensable Amino Acid Score“.

Dabei wird stärker berücksichtigt, wie gut einzelne essenzielle Aminosäuren am Ende des Dünndarms tatsächlich verfügbar sind.

Für unseren Alltag bedeutet das nicht, dass wir Proteinpulver künftig anhand komplizierter Formeln auswählen müssen. Es zeigt vielmehr, warum die Proteinqualität wissenschaftlich deutlich komplexer ist als die Zahl „Gramm Protein pro 100 Gramm“.

Ist Hanfprotein also eine hochwertige Proteinquelle?

Hanfprotein liefert einen hohen Anteil pflanzliches Protein und enthält alle neun essenziellen Aminosäuren. Gleichzeitig kann das Aminosäureprofil – insbesondere durch eine relativ begrenzte Menge an Lysin – die Proteinqualität gegenüber anderen Proteinquellen einschränken.

Verarbeitung und Konzentration können die Verdaulichkeit und die gemessene Proteinqualität zusätzlich beeinflussen.

Die sinnvollste Einordnung lautet deshalb nicht „perfekt“ oder „schlecht“. Hanfprotein ist eine pflanzliche Proteinquelle mit einem charakteristischen Aminosäureprofil und Eigenschaften, die sich je nach Produkt unterscheiden können.

Für eine abwechslungsreiche Ernährung muss eine einzelne Proteinquelle ohnehin nicht jede Aufgabe allein erfüllen. Verschiedene pflanzliche Proteinquellen können sich über den Speiseplan hinweg ergänzen.

Und damit kommen wir zu einer der häufigsten Fragen überhaupt: Was bedeutet das alles für Sport und Muskelaufbau? Kann Hanfprotein dafür genauso verwendet werden wie andere Proteinpulver?

Hanfprotein für Muskelaufbau und Sport

Protein und Muskelaufbau gehören für viele Menschen unmittelbar zusammen. Entsprechend naheliegend ist die Frage, ob sich auch Hanfprotein für Sportler und für den Muskelaufbau eignet.

Grundsätzlich gilt: Protein trägt zur Erhaltung und zur Zunahme von Muskelmasse bei. Das gilt nicht speziell für Hanfprotein, sondern für Protein als Nährstoff.

Hanfprotein kann deshalb einen Beitrag zur täglichen Proteinversorgung leisten. Ob es für die eigenen Ziele die passende Proteinquelle ist, hängt allerdings von mehr ab als nur von der Zahl auf der Nährwerttabelle.

Kann man mit Hanfprotein Muskeln aufbauen?

Hanfprotein liefert Protein und damit Aminosäuren, die dem Körper als Bausteine für körpereigene Proteine zur Verfügung stehen.

Für Muskelaufbau ist allerdings nicht ein einzelnes Lebensmittel verantwortlich. Entscheidend sind vor allem ein entsprechender Trainingsreiz, eine ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung und die gesamte Proteinzufuhr.

Ein Hanfproteinshake nach dem Training baut also nicht automatisch Muskeln auf. Ebenso wenig ist ein Proteinshake zwingend notwendig, um Muskelmasse aufzubauen.

Proteinreiche Lebensmittel und Proteinpulver können vielmehr dabei helfen, den individuellen Proteinbedarf im Alltag zu decken.

Welche Rolle spielt Leucin beim Muskelaufbau?

Leucin gehört zu den neun essenziellen Aminosäuren und gleichzeitig zu den drei BCAA. Im Zusammenhang mit Sporternährung wird Leucin besonders häufig diskutiert, weil es an der Regulation der Muskelproteinsynthese beteiligt ist.

Auch Hanfprotein enthält Leucin.

Wie viel davon mit einer Portion aufgenommen wird, hängt allerdings vom Aminosäureprofil und von der Menge des jeweiligen Hanfproteins ab.

Genau hier unterscheiden sich verschiedene Proteinquellen. Ein Proteinpulver mit einem hohen Gesamtproteingehalt liefert nicht automatisch dieselbe Menge Leucin wie ein anderes Pulver mit der gleichen Proteinmenge.

Für Sportler ist deshalb nicht nur die Frage interessant, wie viele Gramm Pulver im Shaker landen, sondern wie viel Protein und welche Aminosäuren die gesamte Ernährung liefert.

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Mehr Protein bedeutet nicht automatisch mehr Muskeln

Protein ist für den Aufbau und Erhalt von Muskelmasse notwendig. Daraus folgt aber nicht, dass immer mehr Protein automatisch zu immer mehr Muskelmasse führt.

Muskelaufbau entsteht aus dem Zusammenspiel von Training, Ernährung und Regeneration.

Protein liefert dafür notwendige Bausteine. Der entscheidende Trainingsreiz muss trotzdem gesetzt werden.

Ein Proteinpulver kann die Ernährung deshalb ergänzen – es ersetzt weder Krafttraining noch eine insgesamt bedarfsgerechte Ernährung.

Wie viel Protein brauchen Sportler?

Der Proteinbedarf ist nicht für jeden Menschen identisch.

Für gesunde Erwachsene im Alter von 19 bis unter 65 Jahren gibt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen Referenzwert von 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag an.

Bei intensivem Training kann der Bedarf höher liegen. Für Erwachsene, die mehr als fünf Stunden pro Woche trainieren, nennt die DGE abhängig von Trainingsziel, Trainingsintensität und -umfang eine Spanne von etwa 1,2 bis 2,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Diese Angaben beziehen sich auf die gesamte tägliche Proteinzufuhr – nicht auf die Menge an Hanfproteinpulver.

Ein Beispiel:

Eine sportlich aktive Person mit 70 Kilogramm Körpergewicht würde bei 1,2 Gramm Protein pro Kilogramm auf insgesamt etwa 84 Gramm Protein pro Tag kommen.

Bei 1,6 Gramm wären es etwa 112 Gramm.

Dieses Protein kann aus ganz unterschiedlichen Lebensmitteln stammen. Hanfprotein kann eine davon sein.

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Proteinbedarf ist nicht gleich Proteinpulvermenge

Angenommen, du möchtest insgesamt 100 Gramm Protein am Tag aufnehmen.

Das bedeutet nicht, dass du 100 Gramm Proteinpulver essen solltest.

Protein steckt schließlich auch in ganz normalen Lebensmitteln – beispielsweise in Hülsenfrüchten, Getreide, Nüssen und Samen sowie, abhängig von der Ernährungsform, in Milchprodukten, Eiern, Fisch oder Fleisch.

Ein Proteinpulver kann die Differenz zwischen der normalen Ernährung und dem persönlichen Bedarf ergänzen, wenn das praktisch oder gewünscht ist.

Hanfprotein vor oder nach dem Training?

Protein kann sowohl vor als auch nach dem Training Teil einer Mahlzeit oder eines Snacks sein.

Für die langfristige Versorgung ist vor allem entscheidend, dass über den Tag ausreichend Protein aufgenommen wird. Sportwissenschaftliche Empfehlungen betrachten darüber hinaus auch die Verteilung der Proteinzufuhr über mehrere Mahlzeiten.

Wer nach dem Training gerne einen Shake trinkt, kann dafür grundsätzlich auch Hanfprotein verwenden.

Es gibt jedoch keinen Grund, nach dem letzten Trainingssatz panisch zum Shaker zu greifen. Die Vorstellung eines winzigen „anabolen Fensters“, das unmittelbar nach dem Training wieder geschlossen wird, ist zu stark vereinfacht.

Eine sinnvolle Proteinversorgung rund um das Training kann hilfreich sein – entscheidend bleibt aber das Gesamtbild über den Tag.

Ist Hanfprotein für vegane Sportler geeignet?

Da Hanfprotein aus Hanfsamen gewonnen wird, ist es eine pflanzliche Proteinquelle und damit grundsätzlich auch für eine vegane Ernährung geeignet.

Gerade bei einer rein pflanzlichen Ernährung kann es sinnvoll sein, unterschiedliche Proteinquellen miteinander zu kombinieren. Hülsenfrüchte, Sojaprodukte, Getreide, Nüsse, Samen sowie daraus hergestellte Proteinprodukte bringen unterschiedliche Aminosäureprofile mit.

Hanfprotein muss also nicht die einzige Proteinquelle sein. Es kann ein Baustein unter mehreren sein.

Wer ein pflanzliches Proteinpulver für Shakes oder Mahlzeiten sucht, findet in unserem Sortiment Hanfproteinpulver aus Hanfsamen.

Muss es überhaupt Proteinpulver sein?

Nein.

Der Proteinbedarf lässt sich grundsätzlich auch über normale Lebensmittel decken. Proteinpulver sind kein notwendiger Bestandteil einer sportlichen Ernährung.

Sie können allerdings praktisch sein: Pulver lässt sich einfach portionieren, in Shakes einrühren oder Lebensmitteln hinzufügen und ermöglicht es, die Proteinzufuhr zu erhöhen, ohne dafür eine zusätzliche vollständige Mahlzeit zuzubereiten.

Ob Hanfprotein dafür die beste Wahl ist, hängt von persönlichen Prioritäten ab – etwa von Ernährungsform, Geschmack, gewünschtem Proteingehalt und der Zusammensetzung des Produkts.

Damit stellt sich die nächste interessante Frage: Wie schlägt sich Hanfprotein im direkten Vergleich mit anderen beliebten Proteinquellen wie Whey, Erbsen- und Sojaprotein?

Hanfprotein vs. Whey, Erbsenprotein und Sojaprotein

Wer ein Proteinpulver sucht, hat heute eine große Auswahl. Neben Hanfprotein gehören Whey, Soja- und Erbsenprotein zu den bekanntesten Optionen. Auf den ersten Blick erfüllen sie alle denselben Zweck: Sie liefern konzentriert Protein.

Bei genauerem Hinsehen gibt es jedoch deutliche Unterschiede. Herkunft, Proteingehalt, Aminosäureprofil, Verdaulichkeit, Geschmack und weitere Bestandteile des Pulvers können sich erheblich unterscheiden.

Welches Protein „das beste“ ist, lässt sich deshalb nicht pauschal beantworten. Entscheidend ist, welche Eigenschaften für dich wichtig sind.

Hanfprotein vs. Whey

Whey Protein wird aus Molke gewonnen und ist damit tierischen Ursprungs. Hanfprotein stammt dagegen aus Hanfsamen und ist rein pflanzlich.

Ein wichtiger Unterschied liegt im Aminosäureprofil. Whey enthält vergleichsweise hohe Mengen essenzieller Aminosäuren und insbesondere Leucin. Auch die Proteinverdaulichkeit und Proteinqualität von Whey werden in wissenschaftlichen Bewertungsverfahren hoch eingestuft.

Hanfprotein enthält ebenfalls alle neun essenziellen Aminosäuren, weist jedoch ein anderes Aminosäureprofil auf. Insbesondere Lysin kann bei Hanfprotein limitierend sein. Auch der Leucingehalt kann niedriger ausfallen als bei Whey.

Dafür handelt es sich bei weniger stark aufgereinigtem Hanfprotein nicht ausschließlich um eine konzentrierte Proteinfraktion. Je nach Produkt können beispielsweise noch Ballaststoffe und Fett aus dem Hanfsamen enthalten sein.

Für Menschen, die sich vegan ernähren oder bewusst ein pflanzliches Proteinpulver suchen, scheidet Whey ohnehin aus.

Hanfprotein vs. Erbsenprotein

Hanf- und Erbsenprotein sind beide pflanzlichen Ursprungs, unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Zusammensetzung.

Erbsenprotein wird aus Hülsenfrüchten gewonnen und ist häufig als stärker konzentriertes Proteinpulver erhältlich. Entsprechend kann der Proteinanteil höher sein als bei einem weniger stark aufgereinigten Hanfprotein.

Auch beim Aminosäureprofil gibt es Unterschiede. Erbsenprotein liefert vergleichsweise viel Lysin – genau jene Aminosäure, die bei Hanfprotein häufig limitierend ist.

Dafür können bei Erbsenprotein die schwefelhaltigen Aminosäuren Methionin und Cystein stärker begrenzend sein.

Genau daran lässt sich ein interessantes Prinzip pflanzlicher Ernährung erkennen: Unterschiedliche Proteinquellen besitzen unterschiedliche Aminosäureprofile und können sich dadurch ergänzen.

Eine Kombination aus Hanf- und Erbsenprotein kann deshalb interessanter sein, als ausschließlich danach zu fragen, welches der beiden Proteine „besser“ ist.

Hanfprotein vs. Sojaprotein

Soja gehört zu den am intensivsten untersuchten pflanzlichen Proteinquellen.

Insbesondere Sojaproteinisolate können einen hohen Proteingehalt und eine hohe Proteinqualität erreichen. Im Vergleich zu Hanfprotein liefert Sojaprotein in der Regel mehr Lysin und erreicht in verschiedenen Bewertungsverfahren höhere Werte für die Proteinqualität.

Auch hier unterscheiden sich die Produkte allerdings erheblich. Sojamehl, Sojaproteinkonzentrat und Sojaproteinisolat sind ebenso wenig identisch wie Hanfsamen, Hanfmehl und Hanfproteinkonzentrat.

Wer Soja nicht verwenden möchte oder einfach verschiedene pflanzliche Proteinquellen in seine Ernährung integrieren möchte, findet mit Hanfprotein eine weitere Möglichkeit.

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Hanf, Whey, Erbse oder Soja – die wichtigsten Unterschiede

Hanfprotein

Herkunft: pflanzlich, aus Hanfsamen
Besonderheit: enthält alle essenziellen Aminosäuren; Lysin kann limitierend sein
Je nach Verarbeitung: Protein plus relevante Mengen Ballaststoffe und Fett
Geschmack: charakteristisch nussig bis erdig

Whey Protein

Herkunft: tierisch, aus Milch/Molke
Besonderheit: hoher Anteil essenzieller Aminosäuren und vergleichsweise viel Leucin
Häufig: sehr hoher Proteingehalt bei Konzentraten und Isolaten
Nicht für eine vegane Ernährung geeignet

Erbsenprotein

Herkunft: pflanzlich, aus Erbsen
Besonderheit: vergleichsweise lysinreich; schwefelhaltige Aminosäuren können limitieren
Häufig als stärker konzentriertes Proteinpulver erhältlich
Für eine vegane Ernährung geeignet

Sojaprotein

Herkunft: pflanzlich, aus Sojabohnen
Besonderheit: vergleichsweise günstiges Aminosäureprofil und hohe Proteinqualität möglich
Als Konzentrat und hoch konzentriertes Isolat erhältlich
Für eine vegane Ernährung geeignet

Welches Protein hat die höchste Proteinqualität?

Wenn ausschließlich klassische Kennzahlen der Proteinqualität betrachtet werden, schneiden Whey und Sojaprotein in der Regel besser ab als Hanfprotein. Auch Erbsenprotein kann je nach Produkt und Bewertungsmethode höhere Werte erreichen.

Das sollten wir nicht verschweigen.

Hanfprotein muss allerdings nicht die höchste Proteinbewertung aller verfügbaren Pulver erreichen, um als Proteinquelle genutzt werden zu können. Entscheidend ist, welche Rolle es innerhalb der gesamten Ernährung spielt.

Wer beispielsweise verschiedene Proteinquellen isst, muss seinen vollständigen Bedarf an essenziellen Aminosäuren nicht aus einem einzigen Pulver decken.

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Ein höherer Protein-Score macht nicht automatisch das bessere Lebensmittel

PDCAAS und DIAAS beantworten eine relativ konkrete Frage: Wie gut deckt ein Protein unter Berücksichtigung seiner Verdaulichkeit den Bedarf an essenziellen Aminosäuren?

Sie bewerten nicht automatisch das gesamte Lebensmittel.

Ein Proteinpulver kann zusätzlich Ballaststoffe, Fett, Kohlenhydrate und weitere Bestandteile enthalten. Ebenso spielen Geschmack, Verträglichkeit, Ernährungsform und Verwendungszweck bei der persönlichen Auswahl eine Rolle.

Ein hoher Proteinqualitätswert ist deshalb eine hilfreiche Information – aber nicht das einzige Kriterium für die Entscheidung zwischen zwei Lebensmitteln.

Kann man verschiedene Proteinpulver miteinander kombinieren?

Ja. Gerade bei pflanzlichen Proteinen kann eine Kombination unterschiedlicher Proteinquellen sinnvoll sein.

Hanfprotein ist beispielsweise vergleichsweise lysinarm, während Erbsenprotein mehr Lysin liefern kann. Dafür unterscheiden sich beide wiederum bei anderen Aminosäuren.

Das bedeutet nicht, dass für jeden Shake eine exakt berechnete Proteinmischung notwendig ist. Wer über den Tag abwechslungsreich isst, kombiniert ohnehin unterschiedliche Proteinquellen.

Wer möchte, kann Hanfprotein aber beispielsweise mit Erbsen-, Soja- oder anderen pflanzlichen Proteinen kombinieren.

Wann passt Hanfprotein besonders gut?

Hanfprotein kann interessant sein, wenn du:

  • ein pflanzliches Proteinpulver suchst,
  • den charakteristischen nussig-erdigen Geschmack magst,
  • ein Produkt aus Hanfsamen bevorzugst,
  • neben Protein je nach Produkt auch Ballaststoffe aufnehmen möchtest,
  • oder deine bisherigen pflanzlichen Proteinquellen abwechslungsreicher gestalten möchtest.

Wer dagegen möglichst viel Protein und Leucin mit möglichst wenig zusätzlichem Fett oder Kohlenhydraten aufnehmen möchte, kann mit einem hoch konzentrierten Proteinprodukt andere Prioritäten setzen.

Es gibt also keinen Grund, Whey, Hanf, Erbse oder Soja künstlich gegeneinander auszuspielen. Sie unterscheiden sich – und genau diese Unterschiede können bei der Auswahl hilfreich sein.

Nachdem wir nun wissen, wie Hanfprotein im Vergleich zu anderen Proteinquellen einzuordnen ist, bleibt eine sehr praktische Frage: Wie viel Hanfprotein sollte man eigentlich am Tag verwenden?

Wie viel Hanfprotein am Tag?

20 Gramm, 30 Gramm oder gleich mehrere Shakes? Bei Proteinpulver wird häufig nach einer festen Tagesmenge gesucht. Für Hanfprotein gibt es allerdings keine allgemeingültige Dosierung, die für jeden Menschen gleichermaßen sinnvoll wäre.

Entscheidend ist nicht, wie viele Gramm Hanfproteinpulver du täglich verwendest, sondern wie viel Protein du insgesamt benötigst und bereits über deine normale Ernährung aufnimmst.

Hanfprotein kann dabei eine zusätzliche Proteinquelle sein – muss aber nicht den gesamten Bedarf decken.

Wie hoch ist der tägliche Proteinbedarf?

Für gesunde Erwachsene im Alter von 19 bis unter 65 Jahren nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung einen Referenzwert von 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Bei einem Körpergewicht von 70 Kilogramm entspricht das beispielsweise:

70 × 0,8 g = 56 g Protein pro Tag.

Für Erwachsene ab 65 Jahren gibt die DGE einen Schätzwert von 1,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag an.

Bei sportlich aktiven Erwachsenen mit mehr als fünf Stunden Training pro Woche kann die benötigte Menge abhängig von Trainingsziel, Intensität und Umfang höher liegen. Hier nennt die DGE einen Bereich von etwa 1,2 bis 2,0 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Diese Werte beziehen sich immer auf die gesamte Proteinzufuhr aus allen Lebensmitteln.

Proteinbedarf und Hanfproteinmenge sind nicht dasselbe

Angenommen, dein persönlicher Proteinbedarf liegt bei 70 Gramm pro Tag.

Dann bedeutet das nicht, dass du 70 Gramm Hanfproteinpulver essen solltest.

Ein großer Teil des Proteins stammt normalerweise bereits aus der übrigen Ernährung. Je nach Ernährungsweise können beispielsweise Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Samen, Sojaprodukte, Milchprodukte, Eier, Fisch oder Fleisch zur täglichen Proteinzufuhr beitragen.

Hanfprotein kann anschließend dort eingesetzt werden, wo zusätzliches Protein gewünscht ist.

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So rechnest du Pulvermenge in Proteinmenge um

Unser Bio-Hanfprotein enthält 56 Gramm Protein pro 100 Gramm Pulver.

Daraus ergeben sich rechnerisch:

10 g Hanfproteinpulver = 5,6 g Protein

20 g Hanfproteinpulver = 11,2 g Protein

30 g Hanfproteinpulver = 16,8 g Protein

40 g Hanfproteinpulver = 22,4 g Protein

50 g Hanfproteinpulver = 28 g Protein

Wichtig: Diese Rechnung gilt für ein Produkt mit 56 % Protein. Bei einem anderen Hanfproteinpulver muss mit dessen tatsächlichem Proteingehalt gerechnet werden.

Wie groß sollte eine Portion Hanfprotein sein?

Eine universelle Portionsgröße gibt es nicht.

Die sinnvolle Menge hängt davon ab, wie viel Protein du mit der jeweiligen Mahlzeit aufnehmen möchtest, welche anderen Proteinquellen darin enthalten sind und wie hoch deine gesamte tägliche Proteinzufuhr ist.

Wer Hanfprotein zum ersten Mal verwendet, kann außerdem mit einer kleineren Menge beginnen. Das ist schon deshalb praktisch, weil Hanfprotein einen charakteristischen Eigengeschmack besitzt und je nach Produkt relevante Mengen Ballaststoffe enthalten kann.

Anschließend lässt sich die Menge an Geschmack, Rezept und persönlichen Bedarf anpassen.

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30 Gramm Pulver sind nicht automatisch 30 Gramm Protein

Bei Proteinpulvern werden Pulvermenge und Proteinmenge leicht verwechselt.

Enthält ein Hanfprotein beispielsweise 56 % Protein, liefern 30 Gramm Pulver nicht 30 Gramm Eiweiß, sondern rechnerisch 16,8 Gramm.

Bei einem stärker konzentrierten Proteinpulver kann dieselbe Pulvermenge dagegen deutlich mehr Protein liefern.

Wer Proteinpulver miteinander vergleicht, sollte deshalb immer auf den Proteingehalt pro 100 Gramm beziehungsweise pro Portion achten.

Kann man Hanfprotein mehrmals am Tag verwenden?

Grundsätzlich kann Hanfprotein auf mehrere Mahlzeiten verteilt werden. Es muss auch nicht ausschließlich als Shake getrunken werden.

Du kannst beispielsweise morgens eine kleinere Menge ins Porridge geben, mittags einen Teil in ein herzhaftes Gericht integrieren oder nach dem Training einen Shake damit zubereiten.

Ob mehrere Portionen notwendig oder sinnvoll sind, hängt wiederum von der gesamten Ernährung und dem individuellen Proteinbedarf ab.

Mehr Hanfprotein ist nicht automatisch besser. Sobald der persönliche Proteinbedarf ausreichend gedeckt ist, bringt es keinen grundsätzlichen Vorteil, allein wegen des Proteins immer größere Mengen Pulver zu verwenden.

Wer sollte seinen Proteinbedarf individuell abklären?

Die genannten Referenzwerte dienen der Orientierung für bestimmte Bevölkerungsgruppen. Individuelle Anforderungen können davon abweichen.

Das gilt beispielsweise bei bestimmten Erkrankungen, in besonderen Lebensphasen oder bei sehr spezifischen sportlichen Anforderungen. In solchen Fällen kann eine individuelle ernährungsmedizinische beziehungsweise ernährungsfachliche Beratung sinnvoll sein.

Für die meisten Menschen ist im Alltag jedoch zunächst die einfachere Frage entscheidend: Wie lässt sich Hanfprotein so verwenden, dass es überhaupt gut schmeckt?

Genau darum geht es im nächsten Kapitel – von Shakes und Smoothies über Porridge bis hin zum Kochen und Backen.

Hanfprotein verwenden: Shakes, Müsli, Kochen und Backen

Hanfprotein muss nicht zwangsläufig im klassischen Proteinshake landen. Das Pulver lässt sich sowohl in süße als auch in herzhafte Gerichte integrieren und kann dadurch auf ganz unterschiedliche Weise zur täglichen Proteinzufuhr beitragen.

Sein charakteristischer Geschmack unterscheidet sich allerdings deutlich von neutralen oder aromatisierten Proteinpulvern. Hanfprotein schmeckt je nach Produkt nussig, erdig und leicht herb.

Gerade deshalb lohnt es sich, das Pulver nicht einfach wahllos unter jedes Gericht zu mischen, sondern mit Zutaten zu kombinieren, die geschmacklich dazu passen.

Hanfprotein im Shake oder Smoothie

Die einfachste Anwendung ist ein Shake. Hanfprotein kann direkt mit Wasser oder einem Getränk nach Wahl gemischt werden.

Geschmacklich interessanter wird es häufig in einem Smoothie. Der Eigengeschmack von Hanf harmoniert beispielsweise mit:

  • Banane
  • Beeren
  • Apfel
  • Kakao
  • Zimt
  • Nussmus
  • Haferflocken
  • pflanzlichen Drinks

Eine Banane oder etwas Nussmus kann außerdem für eine cremigere Konsistenz sorgen.

Wie viel Pulver du verwendest, hängt vom gewünschten Proteingehalt und vom Geschmack ab. Gerade beim ersten Versuch kann es sinnvoll sein, mit einer kleineren Menge zu beginnen.

Hanfprotein im Müsli und Porridge

Hanfprotein lässt sich unkompliziert unter Müsli, Overnight Oats oder Porridge mischen.

Beim Porridge empfiehlt es sich, zunächst etwas weniger Pulver zu verwenden und bei Bedarf zusätzliche Flüssigkeit hinzuzugeben. Proteinpulver kann die Konsistenz deutlich verändern und das Gericht trockener beziehungsweise dickflüssiger machen.

Geschmacklich passen beispielsweise Haferflocken, Banane, Apfel, Beeren, Nüsse, Nussmus, Kakao und Zimt gut zum nussig-erdigen Aroma des Hanfproteins.

Auch hier gilt: Hanfprotein muss nicht den gesamten Proteinanteil der Mahlzeit liefern. Es kann einfach eine zusätzliche Zutat sein.

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7 einfache Ideen mit Hanfprotein
  1. Smoothie
    Mit Banane, Beeren und einem pflanzlichen Drink mixen.
  2. Porridge
    Eine kleine Menge unter das fertige oder fast fertige Porridge rühren.
  3. Müsli
    Mit Haferflocken, Nüssen, Samen und Obst kombinieren.
  4. Pancakes
    Einen Teil des Mehls im Teig durch Hanfprotein ersetzen.
  5. Brot und Brötchen
    Eine kleinere Menge unter die Mehlmischung geben.
  6. Herzhafte Bowls
    Hanfprotein in geeigneter Menge in Dips oder Saucen einarbeiten.
  7. Selbstgemachte Riegel
    Mit Haferflocken, Nussmus, Nüssen oder Samen kombinieren.

Kann man mit Hanfprotein backen?

Ja. Hanfprotein lässt sich auch beim Backen einsetzen.

Allerdings sollte Proteinpulver nicht automatisch im Verhältnis 1:1 als Ersatz für Mehl betrachtet werden. Mehl erfüllt beim Backen verschiedene Aufgaben, die ein Proteinpulver nicht vollständig übernehmen kann.

Wird ein großer Teil des Mehls durch Hanfprotein ersetzt, können sich Konsistenz, Feuchtigkeit, Volumen und Geschmack des Gebäcks deutlich verändern.

Für unser Bio-Hanfprotein empfiehlt der Hersteller, beim Backen bis zu 20 % der angegebenen Mehlmenge durch Hanfprotein zu ersetzen.

Bei 500 Gramm Mehl wären das beispielsweise bis zu 100 Gramm Hanfprotein.

Diese Angabe ist eine Anwendungsempfehlung für das konkrete Produkt und keine allgemeingültige Regel für jedes Hanfproteinpulver.

Wer es ausprobieren möchte, kann zunächst mit einer kleineren Menge beginnen und das Rezept anschließend nach Geschmack und Konsistenz anpassen.

Kann man Hanfprotein erhitzen?

Hanfprotein kann grundsätzlich auch in gekochten und gebackenen Speisen verwendet werden.

Durch Hitze können Proteine ihre räumliche Struktur verändern. Dieser Vorgang wird als Denaturierung bezeichnet.

Das klingt dramatischer, als es ist: Auch beim Kochen eines Eis oder Erhitzen anderer proteinreicher Lebensmittel denaturieren Proteine. Die Proteinketten verändern dabei ihre Struktur, die enthaltenen Aminosäuren verschwinden dadurch aber nicht einfach.

Sehr starke oder lange Erhitzung kann dennoch chemische Veränderungen hervorrufen und die Verfügbarkeit einzelner Aminosäuren beeinflussen. Für die normale Verwendung beim Kochen und Backen bedeutet das jedoch nicht, dass das Protein durch Erhitzen plötzlich „wertlos“ wird.

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Wird Protein beim Backen „zerstört“?

Nein – jedenfalls nicht in dem Sinn, dass das Protein plötzlich vollständig verschwindet.

Hitze verändert die räumliche Struktur von Proteinen. Man spricht von Denaturierung.

Die Aminosäuren, aus denen das Protein aufgebaut ist, bleiben dabei grundsätzlich vorhanden. Je nach Temperatur, Dauer und Zusammensetzung des Lebensmittels können allerdings weitere chemische Reaktionen stattfinden.

Ein mit Hanfprotein gebackenes Brot enthält deshalb weiterhin Protein.

Hanfprotein in herzhaften Gerichten

Der erdige und nussige Geschmack muss nicht ausschließlich mit süßen Zutaten kombiniert werden.

Kleine Mengen Hanfprotein können beispielsweise in herzhafte Teige, Bratlinge, Dips oder Saucen eingearbeitet werden. Besonders gut passt das Aroma zu Nüssen, Saaten, Hülsenfrüchten, Kräutern und kräftigeren Gewürzen.

Bei Flüssigkeiten und Saucen sollte das Pulver schrittweise eingerührt werden. So lässt sich besser kontrollieren, wie stark sich Geschmack und Konsistenz verändern.

Hanfprotein und Hanfsamen kombinieren

Auch Hanfprotein und Hanfsamen lassen sich in einem Gericht kombinieren.

Das Proteinpulver kann beispielsweise in einen Brotteig eingearbeitet werden, während geschälte oder ungeschälte Hanfsamen für zusätzlichen Biss sorgen. Im Porridge kann das Pulver eingerührt und anschließend mit geschälten Hanfsamen getoppt werden.

Wer verschiedene Hanfprodukte in der Küche ausprobieren möchte, findet neben Hanfproteinpulver auch geschälte und ungeschälte Hanfsamen in unserem Sortiment.

Wie gut Hanfprotein in einem Gericht funktioniert, hängt allerdings nicht nur vom Rezept ab. Sein Eigengeschmack ist deutlich ausgeprägter als bei vielen neutralen Proteinpulvern.

Deshalb schauen wir uns als Nächstes genauer an, wie Hanfprotein eigentlich schmeckt – und mit welchen Zutaten sich das Aroma besonders gut kombinieren lässt.

Wie schmeckt Hanfprotein?

Wer bisher vor allem aromatisierte Proteinpulver kennt, wird beim ersten Probieren von Hanfprotein wahrscheinlich einen deutlichen Unterschied bemerken. Reines Hanfprotein besitzt einen charakteristischen Eigengeschmack, der meist als nussig, erdig und leicht herb beschrieben wird.

Wie intensiv dieser Geschmack ausfällt, hängt vom jeweiligen Produkt und dessen Verarbeitung ab. Auch die verwendete Menge spielt eine Rolle: Ein kleiner Löffel im Porridge fällt geschmacklich deutlich weniger auf als eine große Portion Hanfprotein, die nur mit Wasser gemischt wird.

Ob man den Geschmack mag, ist letztlich sehr individuell.

Schmeckt Hanfprotein nach Cannabis?

Nein. Hanfprotein schmeckt nicht so, wie der typische Geruch von Cannabisblüten vermuten lassen könnte.

Das Pulver wird aus Hanfsamen hergestellt. Deren Aroma ist eher nussig und erdig. Der charakteristische Geruch bestimmter Cannabisblüten entsteht dagegen unter anderem durch flüchtige Pflanzenstoffe in anderen Teilen der Pflanze.

Hanfprotein sollte deshalb geschmacklich eher mit Samen, Kernen oder kräftigen pflanzlichen Mehlen als mit Cannabisblüten verglichen werden.

Welche Zutaten passen zu Hanfprotein?

Wer den Eigengeschmack etwas abmildern möchte, kann Hanfprotein mit Zutaten kombinieren, die selbst ein ausgeprägtes Aroma besitzen.

Gut funktionieren beispielsweise:

  • Banane
  • Beeren
  • Kakao
  • Zimt
  • Vanille
  • Nussmus
  • Haferflocken
  • Nüsse und Samen
  • Datteln oder anderes Trockenobst

Für herzhafte Rezepte bieten sich unter anderem Kräuter, Gewürze, Hülsenfrüchte, Saaten und Nüsse an.

Besonders Kakao, Banane und Nussmus können den erdigen Charakter des Pulvers gut ergänzen.

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Dein Hanfprotein schmeckt zu intensiv? Verwende zunächst weniger

Bei Proteinpulver entsteht schnell der Eindruck, eine Portion müsse immer aus einem großen Messlöffel bestehen.

Das ist nicht notwendig.

Wenn dir der Geschmack von Hanfprotein zunächst zu kräftig ist, kannst du mit einer kleineren Menge beginnen und diese beispielsweise unter Porridge, Müsli oder einen Smoothie mischen.

So gewöhnst du dich an das Aroma und kannst anschließend ausprobieren, welche Menge geschmacklich zu dir und zum jeweiligen Rezept passt.

Warum schmeckt reines Hanfprotein anders als viele Proteinshakes?

Viele handelsübliche Proteinpulver enthalten zusätzliche Zutaten wie Aromen, Süßungsmittel oder Kakao. Diese bestimmen den Geschmack des fertigen Shakes wesentlich mit.

Ein Hanfprotein, das ausschließlich aus verarbeitetem Hanfsamen besteht, bringt dagegen vor allem den natürlichen Eigengeschmack seines Ausgangsprodukts mit.

Das kann zunächst ungewohnt sein, hat aber auch einen Vorteil: Das Pulver lässt sich sowohl süß als auch herzhaft einsetzen.

Wer einen schokoladigen Shake möchte, kann Kakao hinzufügen. Für ein fruchtiges Ergebnis bieten sich Banane oder Beeren an. Und beim Kochen lässt sich das gleiche Pulver mit Kräutern und Gewürzen kombinieren.

Geschmack und Frische hängen zusammen

Ein nussig-erdiger Geschmack ist für Hanfprotein normal. Deutlich ranzige oder ungewöhnlich unangenehme Aromen können dagegen auf eine nachlassende Produktqualität hindeuten.

Das ist besonders deshalb relevant, weil Hanfprotein je nach Verarbeitung noch Fett aus den Hanfsamen enthält. Die darin enthaltenen ungesättigten Fettsäuren können unter ungünstigen Bedingungen oxidieren.

Wie du Hanfprotein richtig lagerst und worauf du beim Kauf neben dem Proteingehalt noch achten kannst, schauen wir uns deshalb im nächsten Kapitel an.

Hanfprotein kaufen: Worauf sollte man achten?

Hanfprotein ist nicht gleich Hanfprotein. Proteingehalt, Zutaten, Verarbeitungsgrad und Nährwerte können sich von Produkt zu Produkt deutlich unterscheiden.

Deshalb lohnt es sich, vor dem Kauf nicht nur die Vorderseite der Verpackung anzusehen. Ein Blick auf Zutatenliste und Nährwerttabelle verrät meist deutlich mehr darüber, was tatsächlich im Pulver steckt.

Auf den Proteingehalt achten

Eines der offensichtlichsten Vergleichskriterien ist der Proteingehalt.

Wie wir bereits gesehen haben, kann dieser bei Hanfproteinprodukten unterschiedlich hoch ausfallen. Ein Pulver mit 50 oder 60 Prozent Protein unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung von einem stärker konzentrierten Proteinisolat.

Ein höherer Proteingehalt ist nicht automatisch ein Qualitätsurteil über das gesamte Lebensmittel. Wer allerdings gezielt möglichst viel Protein mit einer bestimmten Pulvermenge aufnehmen möchte, sollte diesen Wert beim Vergleich berücksichtigen.

Unser Bio-Hanfprotein liefert beispielsweise 56 Gramm Protein pro 100 Gramm.

Zutatenliste prüfen

Auch die Zutatenliste lohnt einen Blick.

Reines Hanfprotein kann ausschließlich aus verarbeitetem Hanfsamen bestehen. Andere Proteinpulver können zusätzliche Zutaten wie Aromen, Süßungsmittel oder weitere Proteinquellen enthalten.

Welche Variante besser passt, hängt vom gewünschten Verwendungszweck ab.

Ein Produkt ohne zugesetzte Aromen lässt sich besonders flexibel einsetzen, weil es sowohl für süße als auch für herzhafte Rezepte verwendet werden kann. Aromatisierte Proteinpulver können dagegen praktischer sein, wenn hauptsächlich Shakes mit einem bestimmten Geschmack gewünscht sind.

Nährwerte miteinander vergleichen

Neben Protein lohnt sich auch ein Blick auf Fett, Kohlenhydrate und Ballaststoffe.

Gerade Hanfprotein kann sich hier deutlich von hoch konzentrierten Proteinpulvern unterscheiden. Durch das Ausgangsprodukt Hanfsamen und den jeweiligen Verarbeitungsgrad können weiterhin relevante Mengen Fett und Ballaststoffe enthalten sein.

Wer zwei Produkte miteinander vergleicht, sollte deshalb immer die gesamte Nährwerttabelle betrachten und nicht ausschließlich den Proteinanteil.

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Checkliste: Hanfprotein kaufen

Vor dem Kauf kannst du auf folgende Punkte achten:

Proteingehalt
Wie viel Protein liefert das Pulver pro 100 Gramm?

Zutaten
Besteht das Produkt ausschließlich aus Hanfsamen oder enthält es weitere Zutaten?

Ballaststoffe und Fett
Wie sieht die restliche Nährstoffzusammensetzung aus?

Verarbeitung
Handelt es sich um ein weniger stark verarbeitetes Hanfprotein, ein Konzentrat oder ein stärker aufgereinigtes Produkt?

Bio-Qualität
Ist dir ökologischer Anbau wichtig, kannst du auf eine entsprechende Bio-Kennzeichnung achten.

Herkunft
Welche Angaben macht der Hersteller zur Herkunft des Ausgangsprodukts?

Verwendung
Soll das Pulver hauptsächlich in Shakes oder auch zum Kochen und Backen eingesetzt werden?

Packungsgröße
Passt die Menge dazu, wie häufig du Hanfprotein tatsächlich verwendest?

Bio-Hanfprotein oder konventionelles Hanfprotein?

Die Bio-Kennzeichnung sagt zunächst etwas über die landwirtschaftliche Erzeugung und die dafür geltenden Vorgaben aus. Sie ist nicht automatisch eine Aussage darüber, dass ein Proteinpulver mehr Protein oder ein „besseres“ Aminosäureprofil besitzt.

Wer Wert auf ökologisch erzeugte Zutaten legt, kann sich jedoch gezielt für entsprechend zertifiziertes Hanfprotein entscheiden.

Auch hier lohnt sich der Blick auf das konkrete Produkt statt pauschaler Annahmen.

Hanfprotein richtig lagern

Nach dem Kauf spielt die Lagerung eine wichtige Rolle.

Hanfprotein sollte grundsätzlich trocken, gut verschlossen und entsprechend den Angaben des Herstellers gelagert werden. Feuchtigkeit ist bei pulverförmigen Lebensmitteln besonders unerwünscht, weil sie Konsistenz und Haltbarkeit beeinträchtigen kann.

Je nach Produkt enthält Hanfprotein außerdem noch einen relevanten Anteil Fett aus den Hanfsamen. Diese Fette enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die empfindlich gegenüber Sauerstoff, Licht und Wärme sein können.

Deshalb empfiehlt sich eine kühle, trockene und lichtgeschützte Aufbewahrung.

Muss Hanfprotein in den Kühlschrank?

Ob Hanfprotein im Kühlschrank gelagert werden sollte, hängt vom jeweiligen Produkt und den Herstellerangaben ab.

Eine trockene Lagerung ist besonders wichtig. Im Kühlschrank kann beim häufigen Öffnen und Schließen der Verpackung Feuchtigkeit beziehungsweise Kondenswasser zum Problem werden.

Deshalb sollte Hanfprotein nicht pauschal in den Kühlschrank gestellt werden. Entscheidend sind die Lagerungshinweise auf der Verpackung.

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Trocken lagern heißt auch: trockener Löffel

Es klingt banal, macht bei Pulverprodukten aber einen Unterschied: Verwende zum Portionieren immer einen sauberen und trockenen Löffel.

Gelangen Wasser oder andere Lebensmittelreste in die Verpackung, können sie die Haltbarkeit und Produktqualität beeinträchtigen.

Nach der Entnahme sollte die Packung wieder sorgfältig verschlossen werden.

Wie erkennt man, ob Hanfprotein noch gut ist?

Das Mindesthaltbarkeitsdatum bietet eine erste Orientierung, ist aber nicht mit einem automatischen Wegwerfdatum gleichzusetzen.

Auch die eigenen Sinne helfen bei der Beurteilung. Achte auf Aussehen, Geruch und Geschmack.

Hanfprotein besitzt natürlicherweise einen erdig-nussigen Eigengeschmack. Riecht oder schmeckt es dagegen deutlich ranzig oder ungewöhnlich, sollte das Produkt nicht einfach weiterverwendet werden.

Auch starke Veränderungen der Konsistenz oder Hinweise auf Feuchtigkeit sind Gründe, genauer hinzusehen.

Wer Hanfprotein nur gelegentlich verwendet, kann bereits beim Kauf eine Packungsgröße wählen, die zum eigenen Verbrauch passt.

Wo kann man Hanfprotein kaufen?

Hanfprotein ist inzwischen in unterschiedlichen Varianten erhältlich. Wichtig ist weniger der Verkaufskanal als eine transparente Produktkennzeichnung mit nachvollziehbaren Zutaten- und Nährwertangaben.

In unserer Auswahl an Hanfproteinpulvern findest du pflanzliches Protein aus Hanfsamen. Wenn du Hanf darüber hinaus in der Küche ausprobieren möchtest, findest du bei unseren Hanflebensmitteln auch Hanfsamen, Hanfsamenöl und weitere Lebensmittel auf Hanfbasis.

Damit haben wir Hanfprotein von der Herstellung über Aminosäuren und Proteinqualität bis zur Verwendung und Lagerung ausführlich betrachtet. Einige konkrete Fragen tauchen beim Kauf und bei der Anwendung trotzdem immer wieder auf – die wichtigsten beantworten wir deshalb abschließend kompakt.

Häufige Fragen zu Hanfprotein

Was ist Hanfprotein?

Hanfprotein ist ein pflanzliches Protein, das aus Hanfsamen gewonnen wird. Bei der Herstellung wird ein Teil des in den Samen enthaltenen Öls entfernt. Der verbleibende proteinreiche Anteil kann anschließend weiterverarbeitet und zu Hanfproteinpulver vermahlen werden.

Je nach Herstellungsverfahren enthält das fertige Pulver neben Protein auch Ballaststoffe, Fett und Kohlenhydrate.

Ist Hanfprotein vegan?

Ja. Hanfprotein wird aus den Samen der Hanfpflanze gewonnen und ist damit eine pflanzliche Proteinquelle. Reines Hanfprotein enthält keine tierischen Bestandteile.

Bei zusammengesetzten Proteinpulvern sollte dennoch immer die Zutatenliste des konkreten Produkts geprüft werden.

Wie viel Eiweiß enthält Hanfprotein?

Der Proteingehalt unterscheidet sich je nach Ausgangsmaterial und Verarbeitung. Deshalb gibt es keinen einheitlichen Wert für jedes Hanfproteinpulver.

Unser Bio-Hanfprotein enthält beispielsweise 56 Gramm Protein pro 100 Gramm. Für einen genauen Vergleich sollte immer die Nährwerttabelle des jeweiligen Produkts herangezogen werden.

Enthält Hanfprotein alle essenziellen Aminosäuren?

Ja. Hanfprotein enthält alle neun für Erwachsene essenziellen Aminosäuren. Dazu gehören Histidin, Isoleucin, Leucin, Lysin, Methionin, Phenylalanin, Threonin, Tryptophan und Valin.

Das bedeutet allerdings nicht, dass alle essenziellen Aminosäuren in einem für den menschlichen Bedarf idealen Verhältnis vorhanden sind. Bei Hanfprotein kann insbesondere Lysin eine limitierende Aminosäure sein.

Enthält Hanfprotein BCAA?

Ja. Hanfprotein enthält die drei verzweigtkettigen essenziellen Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin, die zusammen als BCAA bezeichnet werden.

Für die Beurteilung einer Proteinquelle sollte jedoch nicht nur der BCAA-Gehalt betrachtet werden. Entscheidend ist das gesamte Aminosäureprofil sowie die Verdaulichkeit des Proteins.

Ist Hanfprotein für den Muskelaufbau geeignet?

Hanfprotein liefert Protein und kann damit zur täglichen Proteinversorgung beitragen. Protein trägt zur Erhaltung und zur Zunahme von Muskelmasse bei.

Muskelaufbau hängt jedoch nicht von einem einzelnen Proteinpulver ab. Entscheidend sind unter anderem ein entsprechender Trainingsreiz, die gesamte Proteinzufuhr, eine ausreichende Energie- und Nährstoffversorgung sowie Regeneration.

Ist Hanfprotein besser als Whey?

Hanfprotein und Whey unterscheiden sich deutlich. Whey wird aus Milch gewonnen und besitzt in der Regel einen hohen Anteil essenzieller Aminosäuren sowie vergleichsweise viel Leucin. Hanfprotein ist dagegen pflanzlich und eignet sich dadurch auch für eine vegane Ernährung.

Welches Protein besser zur eigenen Ernährung passt, hängt unter anderem von Ernährungsform, gewünschtem Proteingehalt, Aminosäureprofil, Geschmack und persönlicher Verträglichkeit ab.

Was ist besser: Hanfprotein oder Erbsenprotein?

Beide sind pflanzliche Proteinquellen, besitzen aber unterschiedliche Aminosäureprofile. Bei Hanfprotein kann insbesondere Lysin limitierend sein, während Erbsenprotein vergleichsweise mehr Lysin liefert. Bei Erbsenprotein können wiederum schwefelhaltige Aminosäuren stärker begrenzend sein.

Statt eine der beiden Proteinquellen pauschal als besser zu bezeichnen, können unterschiedliche pflanzliche Proteine auch miteinander kombiniert werden.

Wie viel Hanfprotein sollte man am Tag nehmen?

Für Hanfprotein gibt es keine allgemeingültige Tagesdosis. Entscheidend ist der individuelle Proteinbedarf und wie viel Protein bereits über die übrige Ernährung aufgenommen wird.

Die benötigte Menge Hanfproteinpulver hängt außerdem vom Proteingehalt des jeweiligen Produkts ab. 30 Gramm eines Pulvers mit 56 Prozent Protein liefern beispielsweise 16,8 Gramm Protein.

Kann man Hanfprotein jeden Tag verwenden?

Hanfprotein ist ein Lebensmittel und kann grundsätzlich regelmäßig in die Ernährung integriert werden. Es besteht jedoch keine Notwendigkeit, täglich Proteinpulver zu verwenden.

Ob und wie viel Hanfprotein sinnvoll ist, hängt von der gesamten Ernährung, dem individuellen Proteinbedarf und der persönlichen Verträglichkeit ab.

Wann sollte man Hanfprotein einnehmen?

Hanfprotein muss nicht zu einer bestimmten Uhrzeit eingenommen werden. Es kann beispielsweise zum Frühstück im Porridge, als Bestandteil eines Smoothies oder rund um das Training verwendet werden.

Für die Proteinversorgung ist vor allem die ausreichende Gesamtzufuhr über den Tag relevant. Nach dem Training muss deshalb nicht innerhalb weniger Minuten zwingend ein Proteinshake getrunken werden.

Wie schmeckt Hanfprotein?

Reines Hanfprotein besitzt einen charakteristischen nussigen, erdigen und teilweise leicht herben Geschmack. Wie intensiv das Aroma ausfällt, hängt vom Produkt und von der verwendeten Menge ab.

Gut kombinieren lässt sich Hanfprotein beispielsweise mit Banane, Beeren, Kakao, Zimt, Nussmus und Haferflocken.

Kann man Hanfprotein zum Backen verwenden?

Ja. Hanfprotein kann beispielsweise in Brot, Brötchen, Pancakes oder anderes Gebäck eingearbeitet werden.

Es sollte jedoch nicht automatisch die gesamte Mehlmenge ersetzen, da sich dadurch Konsistenz, Feuchtigkeit und Backeigenschaften stark verändern können. Bei unserem Bio-Hanfprotein empfiehlt der Hersteller, beim Backen bis zu 20 Prozent der angegebenen Mehlmenge durch Hanfprotein zu ersetzen.

Geht das Protein beim Backen verloren?

Nein. Beim Erhitzen verändert sich zwar die räumliche Struktur von Proteinen – dieser Vorgang wird als Denaturierung bezeichnet –, das Protein verschwindet dadurch aber nicht einfach.

Die enthaltenen Aminosäuren bleiben grundsätzlich vorhanden. Sehr starke oder lange Erhitzung kann dennoch weitere chemische Veränderungen hervorrufen und die Verfügbarkeit einzelner Aminosäuren beeinflussen.

Enthält Hanfprotein THC oder CBD?

THC und CBD werden nicht im Hanfsamen selbst gebildet. Hanfprotein wird aus Hanfsamen hergestellt und ist kein CBD- oder Cannabisprodukt mit dem Ziel einer berauschenden Wirkung.

Bei Ernte und Verarbeitung können Hanfsamen jedoch mit cannabinoidhaltigen Pflanzenteilen in Kontakt kommen, wodurch Spuren auf die Samen und daraus hergestellte Lebensmittel gelangen können. Für hanfhaltige Lebensmittel gelten entsprechende gesetzliche Vorgaben.

Ist Hanfprotein glutenfrei?

Hanf ist von Natur aus kein glutenhaltiges Getreide. Ob ein konkretes Hanfprotein für Menschen geeignet ist, die Gluten aus medizinischen Gründen strikt vermeiden müssen, sollte dennoch anhand der Produktkennzeichnung geprüft werden.

Je nach Herstellung und Abfüllung können mögliche Kreuzkontakte mit glutenhaltigen Lebensmitteln eine Rolle spielen. Eine entsprechende Glutenfrei-Kennzeichnung bietet hier zusätzliche Orientierung.

Wie sollte man Hanfprotein lagern?

Hanfprotein sollte trocken, gut verschlossen und vor übermäßiger Wärme und direktem Licht geschützt aufbewahrt werden. Maßgeblich sind die Lagerungshinweise auf der jeweiligen Verpackung.

Zum Portionieren sollte immer ein sauberer und trockener Löffel verwendet und die Verpackung anschließend wieder sorgfältig verschlossen werden.

Wo kann man Hanfprotein kaufen?

Hanfprotein ist als pflanzliches Proteinpulver in unterschiedlichen Konzentrationen und Verarbeitungsformen erhältlich. Beim Kauf lohnt sich ein Blick auf Proteingehalt, Zutatenliste, Nährwerte, Herkunft und gegebenenfalls Bio-Zertifizierung.

In unserem Shop findest du Hanfproteinpulver aus Hanfsamen sowie weitere Hanflebensmittel.

Hanfprotein: mehr als nur die Zahl auf der Nährwerttabelle

Bei Hanfprotein lohnt sich ein genauerer Blick. Denn die große Zahl auf der Nährwerttabelle erzählt nur einen Teil der Geschichte. Wie interessant eine Proteinquelle für die eigene Ernährung ist, hängt nicht nur vom Proteingehalt ab, sondern auch vom Aminosäureprofil, der Verdaulichkeit und davon, wie das Lebensmittel in die gesamte Ernährung passt.

Hanfprotein liefert alle neun essenziellen Aminosäuren, wobei insbesondere Lysin im Verhältnis zum menschlichen Bedarf limitierend sein kann. Gleichzeitig unterscheiden sich Hanfproteinprodukte abhängig von Ausgangsmaterial und Verarbeitung deutlich voneinander. Pauschale Aussagen wie „perfektes Protein“ oder „beste pflanzliche Proteinquelle“ werden dieser Vielfalt deshalb nicht gerecht.

Und das müssen sie auch nicht. Hanfprotein kann ganz ohne Superlative eine interessante pflanzliche Proteinquelle sein.

Besonders praktisch ist seine Vielseitigkeit: Das Pulver lässt sich in Smoothies und Shakes ebenso verwenden wie in Porridge, Müsli, Brot, Pancakes oder herzhaften Rezepten. Sein nussig-erdiger Eigengeschmack hebt es dabei deutlich von vielen aromatisierten Proteinpulvern ab.

Für Sportler kann Hanfprotein ebenso Teil der täglichen Proteinversorgung sein wie für Menschen, die einfach mehr pflanzliche Proteinquellen in ihren Speiseplan integrieren möchten. Entscheidend bleibt dabei das Gesamtbild: Proteinpulver kann eine ausgewogene Ernährung ergänzen, muss sie aber nicht ersetzen.

Wer Hanfprotein ausprobieren möchte, sollte beim Kauf auf Proteingehalt, Zutaten, Nährwerte und Verarbeitung achten. In unserem Shop findest du Hanfproteinpulver aus Hanfsamen und weitere Hanflebensmittel für deine Küche.

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